Volvo Ocean Race

Spektakulärer Start in die dritte Etappe des Volvo Ocean Race

Kapstadt war die perfekte Kulisse für den Start in die dritte Etappe des Volvo Ocean Race. Mit dem spannenden Start in das Rennen von Kapstadt/Südafrika nach Melbourne/Australien gingen die sieben Teams in einen Etappen-Klassiker des Weltrennens. Das Teilstück über 6500 Seemeilen wird doppelt gewertet. Den besten Start vor Kapstadt legte das Team „Mapfre“ von Xabi Fernandez hin.

Das spanische Team dokumentierte einmal mehr seine herausragende Stellung in dieser Auflage des 44 Jahre alten Rennens. Nachdem das chinesische „Dongfeng“-Team noch im Inport-Race den Sieg davontragen konnte, spielte Fernandez beim Start in die Etappe eindrucksvoll mit den Gegnern. Die Zuschauer erlebten dabei ein wahres Segelspektakel.

„Dongfeng“ hatte am Morgen noch sein Team umstellen müssen. Der erfahrene Daryl Wislang hatte sich am Morgen bei einer Allerweltsbewegung eine Rückenverletzung zugezogen und konnte nach Rücksprache mit dem Arzt nicht starten. Für ihn rückte Fabien Delahaye nach.

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Beim Start in die Etappe, die über den Southern Ocean auf eine Streckenlänge von 6500 Meilen führt, kämpften die Mannschaften um jeden Meter. Perfekt gelang das „Brunel“. Die Mannschaft unter niederländischer Flagge mit Skipper Bouwe Bekking legte einen wahren Null-Start hin und rauschte verfolgt von „Vestas 11th Hours Racing“ über die Startlinie. Knapp dahinter „Mapfre“. Kurz schien es, als würden die Spanier zwischen den beiden anderen Yachten eingeklemmt werden, doch dann konnte „Vestas“ das Tempo nicht mehr halten, viel zurück und gab damit „mapfre“ die nötige Luft zum Atmen. Das rote Boot war optimal getrimmt, rauschte aus der Lee-Position an „Brunel“ heran, zog dann auf dem Halbwind-Kurs nach Luv und fuhr an der gelben Yacht vorbei.

Doch mittendrin im Zweikampf hatten die beiden führenden Teams die erste Bahnmarke aus den Blick verloren. Mit zu viel Höhe unterwegs mussten sie abfallen, und von Lee kam „Dongfeng“ angeschossen. Die chinesische Yacht rundete an der Top-Position, „Mapfre“, „Brunel“ und „Vestas“ folgten. Auf der folgenden Kreuz konnte „Dongfeng“ die Spitze weiter manifestieren und ging auf das Raumwind-Teilstück. Hier aber zeigte da Fernandez-Team, wie sie die VO65-Yachten beherrschen. Als erste Yachte rollte „Mapfre“ den Code-Zero aus, verkürzte innerhalb weniger Minuten den Rückstand von über 200 Meter auf nur noch drei Meter am Gate. Während im Anschluss „Dongfeng“ noch mit dem Manöver beschäftigt war, um den Code-Zero auszurollen, zog „Mapfre“ locker vorbei und führte die Flotte aus Kapstadt hinaus in die Etappe.

Zum Start herrschte Top-Bedingungen mit 20 bis 25 Knoten Wind vor, für den Abend wurden allerdings stürmischen Winde erwartet – und beim weiteren Verlauf im Southern Ocean auch Kälte und viel Nässe.

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