„Sport für den Klimaschutz“

Das Hochseesegelteam Malizia um den Hamburger Skipper Boris Herrmann ist der Initiative „Sport für den Klimaschutz“ der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, UNFCCC, beigetreten.

Die Initiative motiviert Sportorganisationen, einen eigenen Beitrag gegen den Klimawandel für einen sauberen und sichereren Planeten zu leisten und damit eine Verantwortung des Sports für Klimaneutralität anzuerkennen. Die Kampagne Malizia Ocean Challenge sammelt bereits wissenschaftliche Daten über den CO2-Gehalt der Ozeane und sensibilisiert Schulkinder für den Meeres- und Klimaschutz. Mit der IMOCA-Yacht „Malizia“ wird Boris Herrmann nächstes Jahr als erster Deutscher überhaupt das Solo-Nonstop-Rennen um die Welt, die Vendée Globe, bestreiten und 2021/22 mit einer jungen deutsch-internationalen Mixed-Crew im The Ocean Race um den Globus segeln.

Durch kollektives Handeln und mutiges Vorangehen habe der Sport die Macht, schnell und nachhaltig etwas zu ändern, so Herrmann. Durch Unterzeichnung der Initiative stelle das Team sein Engagement unter Beweis und trage seinen Teil dazu bei, dass der Sportsektor einen Weg in eine kohlenstoffarme Zukunft gehe. Das erfolge im Einklang mit den fünf in der Rahmenkonvention verankerten Grundprinzipien und den Zielen des Klimaübereinkommens von Paris:

1)     Förderung einer größeren Umweltverantwortung;
2)     Verringerung der allgemeinen Klimaauswirkungen durch den Sport;
3)     Nutzen der eigenen Plattform, um pro-aktiv möglichen Klimaschutz aufzuzeigen
4)     Förderung eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Konsums; 
5)     und Einsatz für den Klimaschutz durch eigene Kommunikation.

Teamgründer Pierre Casiraghi und Boris Herrmann unisono: „Wir sind stolz, nun Teil dieser Initiative zu sein, da wir davon überzeugt sind, dass der Sport allgemein das Bewusstsein schärfen kann, und der Segelsport im Besonderen einen großen Einfluss auf die Bekämpfung des Klimawandels nehmen kann.“ Das Team Malizia beachte und verfolge diese Prinzipien bereits und habe diese in seinem Auftritt und seiner Arbeitsweise verankert. Casiraghi: „Zum Beispiel haben wir voriges Jahr mehr als 4.500 Kindern unser Bildungspaket nahegebracht, das sich mit dem Klimawandel und den Ozeanen beschäftigt.“ Die Hochseeyacht „Malizia“ hat einen CO2-Sensor an Bord, um dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und dem Kieler Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung, Geomar, wichtige wissenschaftliche Daten zu übermitteln, die helfen, die Bedeutung des Kohlendioxydgehalts in den Ozeanen für das Klima besser zu verstehen.“

Bei der Auftaktveranstaltung der Initiative „Sport für den Klimaschutz“ erklärte die UNFCCC-Generalsekretärin Patricia Espinosa, dass Sportorganisationen und Athleten im Kampf gegen den Klimawandel in einer einzigartigen Position seien, „weil der Sport jeden Querschnitt der Gesellschaft berührt.“

„Vor diesem Hintergrund hoffen wir, dass unser Engagement das Bemühen unserer Fans, unserer Gemeinschaft und nicht zuletzt unserer Regierung stärkt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen“, sagt Boris Herrmann, „das ist ein Rennen, das wir gewinnen können und müssen, um das Risiko von Dürren, Überschwemmungen, extremer Hitze und Armut für hunderte Millionen Menschen deutlich zu verringern.“

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