Starke Finals, aber keine Medaille

Das Testevent für die Olympischen Spiele auf dem Segelrevier vor Enoshima/Japan haben die sieben deutschen Teams ohne Medaillengewinn beendet. Nach einem starken Medal Race verabschiedeten sich aber die Nacra17-Crew Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer und das 49er-Duo Justus Schmidt/Max Boehme als Sechste und Fünfte aus Japan. Für eine weitere Top-Ten-Platzierung sorgte Laser-Segler Philipp Buhl (7.), der eine Medaillenchance durch wechselhafte Ergebnisse aber frühzeitig vergeben hatte.

Die Kieler Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer hatten sich im Laufe des Serie zwar nach an die Medaillenräünge herangearbeitet, hatten im finalen Rennen aber keine Chance mehr auf das Podium. Dennoch präsentierte sich das junge Duo noch mal von seiner besten Seite und ließ die gesamte Weltelite im Medal Race hinter sich. Der Sieg in der Abschlusswettfahrt reichte indes nicht mehr zu einer Resultatsverbesserung im Gesamtranking. Als Sechste haben sie aber nur einen Abstand von fünf Punkte auf die Medaillenränge. Das Gold von Enoschima holten sich die Italiener Ruggero Tita/Caterina Banti, die mit einer beständigen Serie von Top-Ten-Ergebnissen glänzten.

Die Ausgangslage für die Clubkollegen des Kieler YC, Justus Schmidt/Max Boehme, war ähnouch. Auch die 49er-Asse hatten keine Madaillenaussichten mehr, präsentierten sich im Finale aber noch einmal von ihrer besten Seite. Während sich die Spitzenreiter Peter Burling/Blair Tuke (Neuseeland) ein Privatduell mit den direkten Verfolgern aus Polen, Pawel Kolodzinski/Lukasz Przybytek, lieferten, segelten Schmidt/Boehme an der Spitze des Feldes und punkteten noch mal mit einem zweiten Platz im Medal Race. Nach längerer studienbedingter Pause zwischen 2016 und 2018 und der „intensivsten Trainingsphase unserer Karriere“ ist der fünfte Platz von Enoshima vorerst die Krönung eines ereignisreichen Jahres 2019.

Als sehr wechselhaft erwiesen sich die Bedingungen im künftigen Olympiarevier. Zwischen schwachen und starken Winden war alles dabei. Am letzten Tag der Wettbewerbe konnte nur noch eines der fünf geplanten Medal Races gesegelt werden. Damit konnte sich Philipp Buhl auch nicht mher von seinem siebten Platz weiter nach oben arbeiten. Die weiteren Klassen blieben ohne deutsche Top-Ten-Platzierung. Bei den 470ern blieben Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß als 17. und Simon Diesch/Philipp Autenrieth auf Rang 14 jeweils hinter der Weltklasse zurück. Auch Laser-Seglerin Svenja Weger verpasste als 13. nach zwischenzeitlich guten Ergebnissen ein Top-Resultat. Als Elfte rutschten auch Victoria Jurczok/Anika Lorenz (49erFX) am entscheidenden Rennen vorbei.

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