Stars und Stare zur EM vor Glücksburg

Internationale Stars des Segelsports geben sich noch bis zum Wochenende die Ehre in Glücksburg. Zur Robbe & Berking Starboot-Europameisterschaft (9. bis 12. August) beim Flensburger SC haben 71 Crews aus 17 Nationen gemeldet. Und in der ehemaligen olympischen Klasse segeln trotz des Verlusts des Olympia-Status‘ ausgezeichnete Segler und Segelprofis. Die EM ist ein Stelldichein klangvoller Namen – nicht nur aus Europa, sondern aus der ganzen Welt.

Zu den Favoriten auf den kontinentalen Titel gehören der amtierende Weltmeister aus Norwegen, Eivind Melleby, sowie die ehemaligen Weltmeister Lars Grael aus Brasilien, der Amerikaner Augie Diaz, der Italiener Roberto Benamati oder der Russe Georgy Shayduko, der 1996 in Atlanta die Silbermedaille in der Soling-Klasse gewann. Aber auch die Deutschen wollen bei der Titelvergabe ein Wort mitreden.

Hubert Merkelbach landete vor zwei Jahren auf dem Bronzeplatz der EM – mit Markus Koy an der Vorschot, dem zweimaligen Europameister. Beide bilden jetzt wieder ein Team. Fritjof Kleen stand als Vorschoter von Eivind Meelleby 2016 sogar ganz oben auf dem Treppchen und zieht nun die Strippen bei dem Amerikaner Jack Jennings. Gemeinsam mit Robert Stanjek segelte Kleen 2012 beim letzten olympischen Starboot-Auftritt vor Weymouth, und 2014 wurden die beiden Berliner Weltmeister. Stanjek ist ebenfalls vor Flensburg dabei – mit Leif Bähr an der Vorschot.

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Der erste Segeltag bescherte dem Feld – vor dem abendlichen Schwerwetter – Winde zwischen 8 und 12 Knoten. In einem riesigen Feld von 71 Booten an der Startlinie wurden die Crews auf die Bahn geschickt. Drehende Windverhältnisse machten es den Seglern schwer, sich für die richtige Seite zu entscheiden, so dass sich die Platzierungen an der ersten Tonne im ersten wie im zweiten Lauf bis zum Ende des Rennens arg verschoben.

Nach den beiden Rennen hat das amerikanisch-brasilianische Duo Augie Diaz/Bruno Prada die Spitze übernommen. Lars Grael/Samuel Goncalves (Brasilien) folgen auf Platz zwei, und mit den drittplatzierten Ulrich Vater/Karsten Morf vom Schielochsee ist ein deutsches Duo bestens in den Titelkampf gestartet. Auch die Fraben des gastgebenden Flensburger SC werden bestens vertreten. Philipp Rotermund/Nils Hollweg liegen nach den beiden Auftaktrennen auf dem sechsten Platz.

Sven Jürgensen/FSCBis Sonntag sind unter dem Kommando des Wettfahrtleiters vom Flensburger Segel Club, Claus Otto Hansen, noch weitere fünf Rennen: Freitag und Samstag jeweils zwei und am Sonntag ein Finalrennen. Der Start am Freitag wurde aufgrund der stürmischen Windprognose allerdings bereits auf 14.30 Uhr verschoben.

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