Talsperren-Ebbe: Es geht wieder aufwärts

Bessere Aussichten für die Binnensee-Segler: Die jüngsten Niederschläge haben die Wasserpegel der deutschen Stauseen wieder steigen lassen. Beim Ruhrverband glaubt man aber nicht an ein einmaliges Problem.

Bessere Aussichten für die Binnensee-Segler: Die jüngsten Niederschläge haben die Wasserpegel der deutschen Stauseen wieder steigen lassen. Beim Ruhrverband glaubt man aber nicht an ein einmaliges Problem.

So soll es sein. Die Sorpetalsperre gut gefüllt. © Ruhrverband

Der trockene Jahrhundertsommer im vergangenen Jahr war zwar für Sonnenanbeter perfekt, für die Segler auf den deutschen Stauseen aber eher von Nachteil. Laut dem Ruhrverband, der für die Talsperren an den Segelrevieren Möhne, Bigge und Sorpe zuständig ist, lag der Füllungsstand der Stauseen nach dem vergangenen Sommer bei unter 50 Prozent. Die Seen waren 2018 so leer wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr.

Die Folgen der Trockenheit an den Stauseen waren unübersehbar: hohe Ufer durch den tiefen Wasserstand und damit verbundene ungünstige Windbedingungen, wenig Wasser und lange Wege zu den Stegen. Auch das Finale der Jugend Segel-Bundesliga an der Bigge-Talsperre wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Viel Land, wenig Wasser, aber genug Platz für Liga-Rennen auf der Bigge zum Ende der Saison 2018 © DJSL

Die Segler der Binnenreviere hofften nach dem Jahrhundertsommer auf ein regenreiches Winterhalbjahr, das den Wasserpegel der Stauseen wieder ansteigen lässt. Ein niederschlagsreiches Wochenende im Februar kam da gerade recht. Der Wasserpegel an der Sorpetalsperre kletterte deutlich erkennbar bis auf rund 66 Prozent des Vollstaus an. Langsam, aber sicher geht es weiter aufwärts mit dem Wasserstand, und die Segler können auf einen Saisonstart mit besseren Bedingungen als im Vorjahr hoffen.

Allerdings ist der im Moment steigende Wasserstand längst keine Garantie für eine gute Segelsaison. Aktuell sind laut Ruhrverband knapp 85 Prozent des Vollstaus der Stauseen erreicht. „Wir haben wieder aufgeholt und erwarten im März einen Füllstand wie zur gleichen Zeit im Vorjahr“, sagt die stellvertretende Pressesprecherin des Ruhrverbandes Britta Balt. Das würde aber noch keine Prognosen für die kommende Segelsaison zulassen, schränkte sie ein. „Wir sind auch 2018 im Frühjahr sehr komfortabel gestartet. Wie schnell sich die Situation ändern kann, hat der vergangene Sommer gezeigt. Das hängt ganz vom Wetter ab“, betont sie.

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