Test: Breehorn 37

Die Breehorn 37 stellt etwas besonders dar, denn sie wird schon seit Jahrzehnten gebaut. Kann sie dennoch mit modernen Konstruktionen mithalten?

Bei einem Blick unter Deck schweift mein Auge über matt lackierte Teakholzflächen und zahlreiche weiße Flächen: in der Pantry, den Polstern oder der Decke. Ich fühle mich absolut wohl. Es handelt sich um einen Innenausbau der traditionellen Art, der auf der Werft in der eigenen Schreinerei gefertigt und montiert wird, wenn Rumpfschale und Deck bereits verheiratet wurden. Spaltmaße kann ich keine entdecken, die Kanten sind alle versiegelt oder mit Laibungen versehen.

An Backbord liegt die U-Pantry mit einem 3-Flammen-Herd und Ofen. Auf See mit Krängung und Wellengang könnte ich mich in der U-Form gut verkanten und eine volle Mahlzeit zubereiten. Die tiefen Spülbecken sind ebenfalls seetauglich. Achtern der Pantry schließt sich die Nasszelle an. Viel Platz bietet sie nicht, aber ein Komfortbecken der Pumptoilette nimmt sie auf. Außerdem besteht ein Zugang zur großen Backskiste unter der Cockpitbank.

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Die große Navigationsecke, die ihren Namen auch wirklich verdient, liegt an Steuerbord. Ein Ölzeugschrank befindet sich genau dort, wo er hingehört: neben den Niedergang. Es ist mir unverständlich, wieso viele Werften Platz für Ölzeug in das Vorschiff verbannen. Achtern an Steuerbord erstreckt sich die geräumige Achterkammer mit eigenem Schrank.

Der Salon wird durch zwei Halbschotts von Pantry und Navigation separiert. Ein großer Klapptisch, ein Längs- und ein L-Sofa, zahlreiche Schapps und Ablagen bilden das Herzstück des Schiffes. Viel Platz für gesellige Hafenabende mit Freunden oder auch bequeme Ecken für lange Leseabende allein oder zu zweit. Die Gemütlichkeit springt mir aus jeder Ecke entgegen. Im Vorschiff befindet sich die Eignerkabine mit zwei vollwertigen Schränken je an Steuer- und Backbord und Hängeschapps am Fußende.

Breehorn baut nur auf Bestellung, und der zukünftige Eigner kann viel Einfluss auf den Ausbau seines Schiffes nehmen. Neudeutsch nennt sich das Semi-Custom. Daher variiert der Ausbau einer Breehorn in der Regel immer ganz leicht. Die Aufteilung unter Deck bleibt aber bestehen.

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