TP52-Welttitel für Harm Müller-Spreer mit seiner „Platoon“

Ohne einen Sieg in der Serie von acht Wettfahrten, aber mit konstant guten Ergebnissen (2, 3, 2, 2, 2, 6, 3, 2) setzte er sich vor „Quantum“ (Doug DeVos, USA) und der italienischen „Azzurra“ durch. Am letzten Tag kam es zu einem dramatischen Showdown mit dem fünfmaligen Titelträger „Quantum“. Beide Mannschaften waren vor dem letzten...

Ohne einen Sieg in der Serie von acht Wettfahrten, aber mit konstant guten Ergebnissen (2, 3, 2, 2, 2, 6, 3, 2) setzte er sich vor „Quantum“ (Doug DeVos, USA) und der italienischen „Azzurra“ durch.

Am letzten Tag kam es zu einem dramatischen Showdown mit dem fünfmaligen Titelträger „Quantum“. Beide Mannschaften waren vor dem letzten Rennen nur durch zwei Punkte getrennt. Aber anders als vor neun Jahren hatte die Müller-Spreer-Crew diesmal alles im Griff. Mit ihrem zweiten Platz hielt sie im schwierigen Wind die „Quantum“ souverän auf Abstand. Die US-Amerikaner segelten lediglich einen fünften Rang ein und hatten in der Gesamtwertung schließlich sieben Punkte Vorsprung.

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„Ich bin begeistert. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich segele seit 40 Jahren, und dies ist wirklich ein großer Titelgewinn. Es ist ein starkes Feld mit Olympia-Medaillen-Gewinnern, America’s-Cup-Gewinner und vielen anderen starken Segler. Das ist wirklich ein besonderer Augenblick. Heute wäre es das Schlimmste gewesen, uns selbst zu schlagen. Aber wir sind bei dem geblieben, was wir die ganze Woche gemacht haben. Wir mussten locker bleiben und durften uns nicht ablenken lassen. Und das haben wir getan“, sagte Harm Müller-Spreer.

Im letzten Rennen vor der toskanischen Küste hatten die Titelverteidiger von der „Quantum“ zwar den besseren Start, aber der Taktiker an Bord der „Platoon“, John Kostecki, und Stratege Jordi Clafat blieben eiskalt bei ihrem Plan, segelten auf die rechte Seite, segelten konzentrierte klare Linien und bauten auf ihre Geschwindigkeit – vor allem auf Vormwind-Kurs.

Während „Azzurra“ die Führung, die sie sich auf der bevorteilten rechten Seite herausgefahren hatten, behaupteten, steckte „Quantum“ im Sandwich zweier anderer Boote fest. So konnte sich „Platoon“ während des Rennens beständig weiter nach vorn arbeiten und übersegelte die Ziellinie schließlich auf Rang zwei und holte sich damit den Titel.

Gesamtergebnis:

1. Platoon (GER, Harm Müller-Spreer), (2,3,2,2,2,6,3,2) 22

2. Quantum Racing (Doug DeVos, USA), (1,2,8,1,1,7,2,7) 29

3. Azzurra (Roemmers Family ITA/ARG), (3,1,6,8,6,4,4,1) 33

4. Alegre (Andrés Soriano GBR/USA), (5,6,4,4,3,2,6,5) 35

5. Gladiator (Tony Langley, GBR) (6,10,1,3,8,10,1,6) 45

6. Rán Racing (Niklas Zennström, SWE), (10,5,5,7,9,3,7,3) 49

7. Sled (Takashi Okura, USA), (4,9,7,9,7,1,8,8) 53

8. Provezza (Ergin Imre, TUR) (RDG6.3,8,10,6,4,5,5,9) 53.3

9. Bronenosec (Vladimir Liubomirov, RUS), (8,7,9,5,5,9,9,4) 56

10. Sorcha (Peter Harrison, GBR), (7,4,3,10,10,8,10,10) 62

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