Unter Deck der Najad 450 cc

Mit der Najad 450 CC setzt die schwedische Werft die Linie der leichten optischen Modernisierung fort. Die Markenzeichen Sicherheit, Komfort und Segelspaß bleiben. Ein Blick unter Deck.

Unter Deck ist es auf der Najad 450 dank eines cremefarbenen Himmels und der Rumpffenster trotz der vorherrschenden Holzfronten schön hell. Die Aufteilung ist klassisch: An Backbord die Pantry mit Durchgang zur Achterkabine mit separater Nasszelle, an Steuerbord die Navigations- und Technikecke. In der Mitte der Salon mit L-Bank an Backbord. Davor der Durchgang zum Vorschiff mit Nasszelle an backbord und Kleiderschrank an steuerbord und schließlich die Vorschiffskabine.

Wie es sich für eine Yacht dieser Größe gehört, findet die Crew hier überall Stehhöhe von mindestens 1,89 Meter in der Achterkabine bis hin zu 2,06 Meter in der Pantry – dank Stufe. Hier müssen potenzielle Eigner allerdings aufpassen, denn im Durchgang zur Achterkabine sitzt in 1,84 Meter Höhe die Kante zwischen Cockpitbank und Süll. Größere Köche könnten sich hier den Kopf stoßen. Aber die Kante ist gepolstert. Ansonsten lässt die Pantry mit Haltegriff vor dem Herd kaum einen Wunsch offen.

Die Navigationstisch gegenüber ist im 45-Grad-Winkel zur Mittschiffslinie ausgerichtet. Der Sitz bietet ausreichend Kopffreiheit, aber es ist dennoch möglich, sich bei Lage oder rauer See einigermaßen einzuklemmen. Dank der Größe finden auch Papierseekarten auf dem Tisch und im Fach darunter Platz. An der Wand ist genug Fläche für den Einbau elektronischer Navigationsinstrumente. Selbst für einen Bücherschrank ist gesorgt – nicht selbstverständlich.

Salon: Viel Kontraste durch dunkle Hölzer und helle Polste sowie Deckenflächen.
Navigation: Ungewohntes Bild: Der Kartentisch wurde in einem 45 Grad-Winkel eingebaut.
Vorschiff: V-Koje mit Ablageflächen und einem kleinen Schrank.
Pantry: Die Längspantry sitzt Backbord am Durchgang zur Achterschiff.
Achterschiff: Sehr geräumige Kabine mit Doppelkoje und viel Licht durch Fenster und Luken.
Naszelle: Beinahe wie Daheim. Vollwertige Nasszelle mit WC, Waschbecken und Duschkabine.
Trotz ihrer Ausrichtung auf das Fahrtensegeln steht der Segelspaß nicht hinten an.

Der Salon ist ein richtiges Wohnzimmer. Vier Fenster im Aufbau, zwei Rumpffenster und zwei Luken unter dem Baum lassen Licht und Luft herein. In vier Schränken ist ausreichend Stauraum, unter den Bänken sitzen – günstig mittschiffs positioniert – die Tanks. Der Tisch ist ausklappbar, er ermöglicht so einen ungehinderten Durchgang ins Vorschiff und bietet zugleich Platz für ein ausgedehntes Abendessen. Auf den Bänken rundum finden bis zu sechs Personen Platz.

Vor dem Mast beginnt der Eignerbereich. Die Nasszelle zwischen Salon und Vorschiff bietet eine separate Dusche und hinter einer Tür Platz für eine Waschmaschine. Die Stehhöhe liegt hier bei 1,97 Meter. Ein Luk oben erleichtert nicht nur die Lüftung, sondern lässt auch Licht herein. Gegenüber der Nasszelle befindet sich ein geräumiger Kleiderschrank mit Lüftung, der über ausreichend Höhe verfügt, um beispielsweise auch Ölzeug unterzubringen. 

Die Vorschiffskabine bietet mit einem Luk und zwei Rumpffenstern wieder viel Licht und Luft und mit 1,90 Metern auch noch eine anständige Stehhöhe. Für alles, was man täglich braucht, sind sechs Schränke, zwei Schapps und drei Ablagen vorgesehen. Unter der Doppelkoje befindet sich weiterer Stauraum, der natürlich nicht ganz so komfortabel zugänglich ist und sich daher eher für selten gebrauchtes oder für Dinge wie Reisetaschen empfiehlt.

Auch die Achterkabine verfügt über eine eigene Nasszelle, aber insgesamt über etwas weniger Stauraum, was sie als Gästekabine empfiehlt. Mit fünf Schränken und vier Ablagen ist der Stauraum aber immer noch großzügig bemessen. Vier Fenster und zwei Luken lassen Licht und Luft in die Achterkabine. Die Stehhöhe ist mit 1,89 Meter etwas niedriger als im Vorschiff, aber immer noch mehr als ausreichend. Die Doppelkoje ist mit einer Breite von 1,20 bis 1,60 Meter ebenfalls sehr komfortabel.

Das Mittelcockpitkonzept hat viele Vorteile: Sicherheit und Platz in der Achterkabine unter anderem. Ein weiteres Plus ist der große Maschinenraum, der dadurch unter dem Cockpit entsteht. So hat nicht nur der Motor im wahrsten Sinne des Wortes viel Luft, sondern so können auch Ladegeräte und andere Aggregate untergebracht werden und außerdem haben Eigner und Mechaniker ausreichend Platz für die Kontrolle und die Wartung.

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