Wie der radikale Hochsee-Foiler “Sodebo” auf Speed kommt

Der 32 Meter Trimaran "Sodebo 3" ist revolutionärer, als Experten für möglich gehalten haben. Der Hochsee-Foiler von Thomas Coville verfolgt eine neue Strategie.

Dieses Boot ist verrückt”, sagt Thomas Coville bei der Pressekonferenz seines Ausrütstungspartners Helly Hansen in Oslo kurz bevor er in Frankreich seine “Soedebo 3” aus der Halle schiebt. “Um ehrlich zu sein, es macht mir ein wenig Angst.” Kein Wunder, wenn man den Totalschaden des jüngsten Vorgängers dieser Klasse “Banque Populaire” bei der Route du Rhum vor wenigen Monaten bedenkt. Er müsse erst einmal lernen, dieses Boot zu steuern und trimmen.

Sodebo
Der Sodebo Tri in der Animation. Das Großsegel ist hinter dem Cockpit weit nach unten gezogen. © Sodebo

Es war vermutet worden, dass die neue “Sodebo” mehr ein Schwesterschiff von “Banque Pop” wird. Schließlich stammen die drei Rümpfe aus den selben Formen wie der große Konkurrent. Aber tatsächlich ist der Trimaran weit entfernt von einer Kopie. Und das hat insbesondere mit der Positionierung des Cockpits zu tun. Es befindet sich vor dem Mast.

Der Gewicht-Schwerpunkt rückt weiter nach vorne. Dadurch soll das Schiff im Foil-Modus ausgewogener fliegen könen. Auch auf kleinen Foilern, wie der Motte, bewegt man den Körper in dieser Phase vorwärts.

Sodebo Trimaran
Die Dimensionen des großen Fliegers. © Sodebo

Das ist aber nur einer der wichtigen Auswirkungen. Besonders der aerodynamische Endplatten-Effekt spielt eine große Rolle. Das Rigg soll um 25 Prozent effektiver sein.

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