“Wild Oats XI” zurück an der Spitze

Die Rekordsiegerin des Rolex Sydney Hobart hat sich für die empfindlichen Niederlagen der vergangenen drei Jahre revanchiert. Die „Wild Oats XI“ sicherte sich den neunten Titel als „First Ship Home“ bei diesem Hochsee-Klassiker in Downunder.

In einem spannenden Finale des 628 Seemeilen langen Rennens von Sydney an der australischen Ostküste in das tasmanische Hobart konnte der silberne Supermaxi die leichten Winde im Finale nutzen und sich an der lange führenden „Comanche“ (USA) vorbeischieben.

Kurz vor dem Sonnenaufgang am 28. Dezember und rund 45 Seemeilen vom Ziel entfernt hatte die „Wild Oats XI“ mit der Titelverteidigerin „Comanche“ gleichgezogen. Danach ging es in das Mündungsdelta des Derwent River, und hier spielte die Rekordsiegerin mit Skipper Mark Richards ihre ganze Erfahrung aus. Richards hatte schon vor dem Start angesichts der Wettervorhersage ein gutes Gefühl, und das sollte sich im Finale bewahrheiten. Die „Wild Oats“ war unter diesen Bedingungen nicht mehr zu halten, hatte schnell fünf Seemeilen zwischen sich und die nächsten Verfolger gelegt. Und diesen Vorsprung ließ sich das Team von Mark Richards auch nicht mehr nehmen.

Anzeige

Die aktuelle Crew mit einer Erfahrung von über 270 Teilnahmen am Sydney Hobart knüpfte damit an die lange Erfolgsserie der Oatley-Familie an. Von 2005 bis 2014 hatte die 100-Fuß-Yacht acht Siege nach gesegelter Zeit für die Eigner eingefahren, dabei zweimal einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Und auch zweimal durfte die „Wild Oats XI“ das Double aus Sieg nach gesegelter und berechneter Zeit feiern.

Danach gab es aber eine Durststrecke von zwei Renn-Aufgaben und einer Bestrafung im vergangenen Jahr, die trotz Platz eins im Ziel den Sieg und den neuen Streckenrekord kostete. Den sicherte sich 2017 die „Comanche“. Nun konnte sich die große Siegerin revanchieren. Nachdem die „Comanche“ lange das Feld angeführt hatte, gehörte das Finale der „Wild Oats XI“. Für die Titelverteidigerin ging es in einem engen Duell mit der „Black Jack“ lediglich um den zweiten Platz.

Immerhin bleibt der „Comanche“ der Streckenrekord, denn mit einer Siegerzeit von über 1 Tag und 19 Stunden war die 74. Auflage rund zehn Stunden langsamer als die vergangene Auflage.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht