Bootsführerschein

Der neue Sportbootführerschein

So sieht der neue Sportbootführerschein aus. Der alte Bootsführerschein können ganz leicht umgetauscht werden

Neuer Bootsführerschein

Bereits zum 10. Mai 2017 trat die neue Sportbootführerscheinverordnung in Kraft. In ihr wurden die bis dahin gültigen Verordnungen für den Binnen und Seebereich zusammengelegt. Durch die neue Verordnung wird der Einstieg in den Wassersport vereinfacht. So können die theoretische und praktische Prüfung für den Geltungsbereich Seeschifffahrtstraßen (SBF-See) seitdem bei allen Prüfungsausschüssen in Deutschland, aber auch im Ausland abgelegt werden. Das ermöglicht den Schülern, die Theorie in Deutschland abzulegen, aber die praktische Prüfung beispielsweise während des Urlaubs. Natürlich ist es auch möglich, beide Prüfungen im Rahmen einer Urlaubsreise abzulegen. Um das zu erreichen, wurde die Frist für den Antrag auf die Zulassung zur Prüfung auf eine Woche vor Prüfungstermin reduziert. So erhalten auch Kurzentschlossene die Chance, den Sportbootführerschein zu erwerben. Zwischen beiden Prüfungsteilen darf der Abstand nicht mehr als ein Jahr betragen. Wer im März die theoretische Prüfung besteht, muss bis zum März nächsten Jahres die praktische Prüfung absolvieren. Neu ist auch, dass die Sperrfrist von vier Wochen für eine Wiederholung der Prüfung entfällt. Es ist aber nicht gestattet, die Prüfung noch am selben Tag zu wiederholen.

Inhaber des Sportbootführerscheines im jeweiligen Geltungsbereich dürfen auf Binnenschifffahrtsstraßen Sportboote mit einer Länge von weniger als 20 Metern führen. Die einzige Ausnahme bildet der Rhein. Hier darf das Schiff nicht länger als 15 Meter sein. Auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen besteht übrigens keine Längenbegrenzung. Die Gebühren für die Prüfung schließen jetzt die Raum- und Reisekosten der Prüfer mit ein, was zu mehr Transparenz führen soll.

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Das Scheckkartenformat

Eine der wichtigsten Änderungen der neuen Sportbootführerscheinverordnung ist die Einführung einer Scheckkarte, die den bisherigen Schein aus Papier seit dem 1. Januar 2018 ersetzt. Der neue Sportbootführerschein entspricht dem ID1-Kartenformat nach der ISO-Norm 7810. Das bedeutet, dass der SBF von nun an das Format eines neuen Personalausweises oder KFZ-Führerscheins besitzt. Er ist nicht nur kleiner geworden, sondern auch wasserfest. Wer möchte, kann ihn von nun an in der Brieftasche jeden Tag mit sich führen. Eine der größten Änderungen besteht aber darin, dass der neue Sportbootführerschein gleich zwei Scheine ersetzt. Nämlich sowohl den SBF-Binnen als auch den SBF-See. Die verschiedenen Geltungsbereiche werden gemeinsam auf der Karte eingetragen. Da es sich um ein Internationales Zertifikat (ICC) handelt, sind die Vermerke ab jetzt auf Englisch. Beispielsweise ‚IW’ für ‚Inland Waters’ (Binnenschifffahrtsstraßen) und CW für Coastal Water (Seeschifffahrtsstraßen). Die alten ‚Lappen’ behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Die Rückseite des Sportbootführerscheins (Bild: Bundesdruckerei)

Umtausch in das neue Format

Wer seine alten Sportbootführerscheine jetzt in das neue Kartenformat tauschen möchte, kann dies tun. Den Umtausch kann jeder in den Geschäftsstellen der beiden beliehenen Verbände, dem Deutscher Segler-Verband (DSV) und Deutscher Motoryachtverband (DMYV), beantragen. Bei den Prüfungsausschüssen geht es allerdings nicht. Für die Bearbeitung wird eine Gebühr von 33,89 Euro fällig. Der neue Führerschein wird dann innerhalb von zehn Werktagen von der Bundesdruckerei direkt an den Inhaber versandt. Nur bei Adressen im Ausland erfolgt der Versand über die Geschäftsstelle des Verbandes, sodass sich die Zustellung etwas verzögert.

Antrag: Umschreibung in Scheckkarte

3 Comments

  1. Wirklich Sinn machen würde das Ganze, wenn hier auch gleich SRC, UBI, SKS, SSS und wie die Zettelchen die Geld bringen auch immer heißen mögen, wie in einem Führerschein für die Straßenfahrzeuge mit eingetragen werden könnten.
    Der Hammer wäre natürlich das alles im PKW Führerschein mit drinnen!

  2. ich möchte nicht, dass die Sportbootführerscheine in den PKW Schein eingetragen wird. Wird einem mal der Führerschein entzogen legt man die Zeit nach Möglichkeit in der Urlaub. Hier ist dann auch der Bootsschein weg.

  3. Kann ich auch meinen alten A-Schein für “Yachten unter Segel und unter Motor” direkt in einen Sportbootführerschein im Scheckkartenformat umtauschen?

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