Toppriggs richtig trimmen

Viele Riggs werden mit zu wenig Spannung gesegelt. Das sollte beim Trimmen von Toppriggs beachtet werden:

Beim sogenannten Topprigg setzt das Vorstag am Masttopp an. Wird nun das Achterstag angezogen, spannt sich das Vorstag in etwa im gleichen Maße wie das Achterstag, der Mast biegt kaum. Dabei tritt aber ein relativ großer Stauchdruck auf den Mast auf. Dies ist der Grund, warum für Toppriggs, besonders mit ungepfeilten Salingen, stärkere und damit schwerere Mastprofile verwendet werden. Toppriggs mit großen Genuas und relativ kleinen Großsegeln waren lange Zeit der Standard für Fahrtensegler, da sie solide und recht einfach in der Handhabung sind. Die Trimmbarkeit ist während des Segelns aber begrenzt.

© Jan Bindseil

Trimm:

im Hafen

  • Mast mittschiffs ausrichten
  • Mastfall einstellen
  • Oberwant auf 15 Prozent der maximalen Bruchlast spannen
  • mit vorderen Unterwanten den Mast mittschiffs gerade ziehen. Zur Überprüfung, ob der Mast gerade steht, an Mastnut nach oben peilen
  • vordere Unterwanten spannen, um Vorbiegung zu erzeugen, achtere Unterwanten dabei etwas lösen
  • Achterstag auf 15 Prozent der maximalen Bruchlast spannen (Normalspannung)
  • Achterstagspanner-Stellung markieren
  • Achterstag auf 30 Prozent der maximalen Bruchlast spannen (Maximalspannung)
  • Achterstagspanner-Stellung markieren

unter Segeln

  • Am Wind, circa 20 Grad Krängung: das Lee-Oberwant darf bei Krängung nicht zu lose kommen / schlackern
  • Mast muss bei Krängung querschiffs gerade bleiben. Zur Überprüfung, ob der Mast gerade steht, an Mastnut nach oben Peilen
  • falls Krümmung: mit Unterwanten gerade trimmen
  • Mast soll in der Mitte leicht nach vorne biegen
  • alle Wantenspanner sichern

Mehr zum Thema Riggtrimm gibt es in der aktuellen segeln-Ausgabe.

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