Achterbahn in leichter Brise vor Miami

Nach zwei Tagen beim Sailing World Cup vor Miami wechseln sich Licht und Schatten bei den deutschen Seglern ab. Für strahlendes Licht sorgen die Skiff-Damen. Victoria Jurczok/Anika Lorenz führen das Klassement an, Tina Lutz/Susann Beucke liegen auf Rang fünf. Dagegen musste Philipp Buhl die Führung des ersten Tages abgeben und rangiert nun auf Platz sechs.

Nach zwei Tagen beim Sailing World Cup vor Miami wechseln sich Licht und Schatten bei den deutschen Seglern ab. Für strahlendes Licht sorgen die Skiff-Damen. Victoria Jurczok/Anika Lorenz führen das Klassement an, Tina Lutz/Susann Beucke liegen auf Rang fünf. Dagegen musste Philipp Buhl die Führung des ersten Tages abgeben und rangiert nun auf Platz sechs.

Überragend war die Vorstellung von Jurczok/Lorenz am zweiten Tag des Weltcups bei den 49erFX. In den vier Rennen ließen sie einem vierten Platz zum Auftakt gleich drei Siege am Stück folgen. Damit übernahmen sie die Führung von den Norwegerinnen Ragna und Maia Agerup, die den ersten Tag dominiert hatten. „Wir haben das Schema der Dreher erkannt und wussten daher, was zu tun war und wohin wir segeln mussten“, berichtete Victoria Jurczok. Die Wellenbedingungen spielten den WM-Dritten von 2016 zusätzlich in die Karten: „Es ist nicht zu wellig, und es macht richtig Spaß, hier zu segeln.“ Mit den drei Siegen in Folge hat sich das deutsche Duo zunächst einen Sechs-Punkte-Vorsprung vor dem norwegischen Team erarbeitet. Und auch Lutz/Beucke liegen nach einem Tagessieg noch in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen. Allerdings kann sich das Bild in den kommenden Tagen etwas ändern. „Es ist für die nächsten Tage mehr Wind angesagt, das macht das Ganze zu einem neuen Spiel“, so Jurczok.

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Einen starken Eindruck hinterließen auch die deutschen Skiff-Männer. In Abwesenheit der Olympia-Dritten Erik Heil/Thomas Plößel und der WM-Fünften von 2017, Justus Schmidt/Max Boehme, sprangen Tim Fischer/Fabian Graf in die Bresche. Solide segeln die 49er-Junioren-Vizeweltmeister von 2016 in den Top-Ten und sind nach fünf Rennen als Fünfte mitten drin in der Weltspitze. Die Führung haben hier die Kroaten Sime und Mihovil Fantela inne. Sime Fantela gewann 2016 Olympia-Gold im 470er mit Igor Marenic und ist nun auf den 49er gewechselt, auf dem sein Bruder die Vorschot übernommen hat.

Nachdem Philipp Buhl im Laser nach dem ersten Tag die starke Flotte angeführt hatte, erwischte er an Tag zwei nicht die richtige Welle. „Es hätten heute zwei solide Rennen sein können, aber ich hatte einen katastrophalen Leg, auf dem ich 20 bis 30 Plätze verloren habe. So etwas passiert manchmal. Am Ende waren es ein 18. und ein 25. Platz, was mich auf Platz sechs hat abrutschen lassen“, berichtete Buhl. Die Spitze muss der Allgäuer damit zunächst Tom Burton, dem Olympiasieger von 2016, überlassen.

Bei den Laser-Frauen hält sich Svenja Weger mit wechselnden Ergebnissen nah an den Top-Ten. Als aktuell Elfte nach drei Wettfahrten hat sie noch alle Chancen, um in das Finale der besten Zehn am Wochenende einzuziehen.
Schwieriger wird diese Aufgabe für die deutschen 470er. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern scheint die Weltspitze aktuell zu weit entfernt zu sein. Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß liegen auf Platz 21, die beiden deutschen Männercrews agieren auf gleichem Niveau und sind punktgleich 15. (Malte Winkel/Matti Cipra) und 16. (Simon Diesch/Philipp Autenrieth).

Große Ausschläge gibt es beim ersten gemeinsamen Regatta-Auftritt von Johannes Polgar/Carolina Werner im Nacra17. Das neuformierte Team schwankt in den sechs Wettfahrten zwischen Einzelplatzierungen von zweitem bis zum drittletzten Platz und sind vorerst Neunte. Nicht dabei sind Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer, die im vergangenen Jahr als Fünfte der WM den Junioren-WM-Titel gewonnen haben.

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