Volvo Ocean Race

„AkzoNobel“ mit bestem Start in HongKong

Den Start konnte AkzoNobel gewinnen, doch ein anderes Team führt das Feld an

Die Volvo-Ocean-Race-Flotte ist wieder auf dem Weg: Von HongKong wurden die sechs Yachten auf den 6100 Seemeilen langen Trip nach Auckland/Neuseeland entlassen. Die Crews erwartet eine erneut schwierige Etappe mit unterschiedlichsten Windbedingungen. Aus dem Hafenrevier von HongKong ging es zunächst bei einer leichten Brise auf den Kurs. Das Team „AkzoNobel“ führte die Flotte auf den ersten Meilen an.

Skipper Simeon Tienpont erwischte mit „AkzoNobel“ den besten Start in HongKong und setzte sich auf dem Kurs durch das enge Revier vor der asiatischen Hafenmetropole zunächst an die Spitze der sechsten Etappe. Bei einer leichten Brise von 8 bis 10 Knoten ging „AkzoNobel“ vor dem Heimteam „Scallywag“ und „Brunel“ über die Linie und erarbeitete sich auch den ersten Meilen einen kleinen Vorsprung.

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Nachdem die Flotte die Landnähe verlassen hatte, briste es auf 15 bis 20 Knoten auf und der Code Zero, der beim Start noch zum Einsatz kam, musste eingerollt werden. In den kommenden 24 Stunden wird noch härteres Wetter erwartet. „Wir werden zunächst hoch am Wind segeln müssen, so dass es taffe erste Tage werden“, vermutet Dee Caffari, Skipperin des Teams „Turn the Tide on Plastic“. Und auch Simeon Tienpont glaubt: „Es könnte hart werden, wenn wir HongKong verlassen haben. Wir sind auf starke Winde eingestellt.“

Da ein Tropensturm mit heftigen Wellenbedingungen vorhergesagt wurde, hat die Wettfahrtleitung eine Sturmverbotszone östlich der Philippinen benannt, die nicht durchsegelt werden darf. Die meisten Wetterrouting-Softwares sehen die schnellste Route nordöstlich dieser Sturmverbotszone, damit würde die Flotte aber direkt in die heften Seebedingungen hineinfahren. Die ersten Meilen führen die sechs Boote („Vestas“ ist nach der Kollision am Ende der vierten Etappe nicht in die sechste Etappe gestartet) durch die Luzon Strait, von dort weiter nach Osten und dann schließlich gen Südosten durch die Doldrums nach Auckland.

„Es ist ein langer Weg nach Auckland und fast eine Wiederholung der vierten Etappe“, sagte Xabi Fernandez, der Skipper des gesamtführenden Teams „Mapfre“. „Wenn wir uns die Wettermodelle anschauen, dann können die ersten 36 bis 48 Stunden sehr wichtig sein“, sagt Bouwe Bekking vom Team „Brunel“. „Es gibt verschiedene Routen-Optionen. Und wenn wir die falsche wählen, dann kann uns das schnell einige Hundert Meilen zurückwerfen.“

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