Alina Kornelli verpasst YOG-Ticket im ersten Anlauf knapp

Die olympischen Winterspiele sind vorbei, der Fokus geht in Richtung olympische Jugendspiele (YOG) in Buenos Aires/Argentinien (6. bis 18. Oktober 2018). Für die Nachwuchssegler der Jahrgänge 2000 bis 2003 heißt es, in den kommenden Wochen die Nationenplätze einzufahren. Bisher sind für die fünf Disziplinen (Kiten männlich und weiblich, Surfen männlich und weiblich, Katamaran mixed) noch...

Die olympischen Winterspiele sind vorbei, der Fokus geht in Richtung olympische Jugendspiele (YOG) in Buenos Aires/Argentinien (6. bis 18. Oktober 2018). Für die Nachwuchssegler der Jahrgänge 2000 bis 2003 heißt es, in den kommenden Wochen die Nationenplätze einzufahren. Bisher sind für die fünf Disziplinen (Kiten männlich und weiblich, Surfen männlich und weiblich, Katamaran mixed) noch keine deutschen Starter qualifiziert. Dicht dran ist allerdings bei den Kitern die 17-jährige Alina Kornelli, die sich beim europäischen Qualifier Ende Februar vor Dakhla/Marokko nur knapp der Italienerin Sofia Tomasoni geschlagen geben musste. Bei der WM in Shanwei/China im Mai stehen die Chancen gut, dass Alina das Ticket nach Argentinien löst.

Der Ausscheidungsweg sieht für alle Nationen zwei Chancen vor, um sich in den jeweiligen Disziplinen einen Startplatz zu sichern. Insgesamt wird es bei den Jugendspielen lediglich 100 Teilnehmer geben (Surfen jeweils 24, Kiten jeweils 12, Katamaran in 14 Booten insgesamt 28). In allen Disziplinen sind die ersten Plätze bereits ausgesegelt worden.

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Für die Nacra-Katamarane wurde ein europäischer Platz im Oktober vor Medemblik vergeben. Silas Mühle/Romy Mackenbrock kamen dort auf Rang vier (drittes europäisches Team). Die nächste Chance zur YOG-Quali ist für diese Klasse die WM im April vor Barcelona. Sieben Nationenplätze werden dann vergeben. Ob es deutsche Teams am Start geben wird, steht allerdings noch nicht fest.

Die Surfer (Techno 293+) brachten bereits ihre WM 2017 ins Geschehen ein. Jeweils sechs Plätze für Buenos Aires lagen dort für die Mädchen und die Jungs auf dem Tablett. Allerdings gab es keine Deutschen, die sich ein Ticket greifen konnten. „Bei den Surfern ist die Chance auf deutsche Teilnehmer nicht sehr groß. Diese Disziplin wurde über Jahre vernachlässigt, und aktuell fehlt es uns an Quantität und Qualität“, sagt Surf- und Kite-Experte Matthias Regber. Bei der europäischen Ausscheidung Anfang April auf Sizilien gäbe es noch einen Nationenplatz. Aber die deutschen Aussichten darauf sind nicht hoch.

Mit Platz zwei vor Marokko hat Alina Kornelli (links) ihre Qualitäten im Kiten unter Beweis gestellt. Foto: Ludovic Franco / IKA

Die Kiter haben inzwischen mit den kontinentalen Ausscheidungen begonnen. Für Afrika und Europa wurden Ende Februar jeweils ein Platz pro Geschlecht vor Marokko vergeben. In zum Teil sehr anspruchsvollen Bedingungen mit Böen bis 34 Knoten zeigte Alina Kornelli, dass sie auf einem guten Weg ist, um sich in der Weltspitze zu etablieren. Im vergangenen Jahr kitete sie bei der Europameisterschaft in Italien als Quereinsteigerin auf Anhieb auf den zweiten Platz, jetzt musste sie sich erneut nur von einer Konkurrentin geschlagen geben. Damit verpasste die Bayerin zwar die Abkürzung in Richtung Jugendolympia, scheint aber beste Karten bei der WM in China im Mai zu haben. Dann werden noch einmal vier Plätze vergeben. „Ich denke, Alina sollte es schaffen. Und dann gehört sie in Buenos Aires auch mit zu den Medaillenkandidatinnen“, sagt Regber. Die Jungs taten sich in Marokko noch deutlich schwerer. Bester Deutscher war hier Xaver Kiebler auf Rang elf unter den 32 Europäern.

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