Boris Herrmann auf dem Weg zur ersten deutschen Vendee-Teilnahme

Boris Herrmann und Pierre Casiraghi in Hamburg

Boris Herrmann und Pierre Casiraghi präsentierten ihre Vendée-Globe-Kampagne vor der spektakulären Kulisse der Elbphilharmonie – Die Rennyacht „Malizia“ war erstmals in Herrmanns Heimatstadt Hamburg und segelt am Sonntag Richtung Kiel.

Die Erfolgsyacht „Malizia“ vor dem ikonischen Wahrzeichen der Hansestadt, der Elbphilharmonie: Gut eine Woche nach dem Sieg bei der Atlantic Anniversary Regatta hat Skipper Boris Herrmann in seiner Heimatstadt den Medien die Vendée-Globe-Kampagne des Team Malizia vorgestellt. Es war das erste Mal, dass die IMOCA 60 Rennyacht in Hamburg, dem „Tor zur Welt“, zu sehen war. 2020 wird sich Herrmann als erster Deutscher einer der größten und härtesten Herausforderungen des Yachtsports stellen: 25.000 Seemeilen rund um den Globus, solo, nonstop und ohne Unterstützung von außen. BMW ist als Team-Partner mit seiner Automobilbaukompetenz und der Erfahrung des Technologietransfers in den Segelrennsport mit an Bord. Die „Malizia“ segelt unter dem Stander des Yacht Club de Monaco (YCM). Der Vizepräsident des YCM, Pierre Casiraghi, ist der jüngste Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco, segelt regelmäßig mit Herrmann und war ebenfalls in Hamburg anwesend. Noch bis zur Auslaufparade ist die „Malizia“ in Hamburg zu sehen, danach geht es Richtung Kiel. Auch dort wird die IMOCA 60 den Interessierten präsentiert. Auch Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer wird die Rennyacht live erleben und mitsegeln. Am Montag, den 6. August, wird beim GEOMAR Zentrum für Meeresforschung der 60.000 Euro teure Sensor installiert, der den CO2- und Salzgehalt sowie die Temperatur des Wassers beim Rennen um die Welt messen wird.

In Hamburg stellten sich Herrmann und Casiraghi den Kindern, Segelfans, Journalisten und Sponsorengästen die „Malizia“, eine knapp 20 Meter lange Rennyacht der Open-60-Klasse im Detail vor, sprachen über die große Herausforderung „Vendée Globe“ und präsentierten das Klimaforschungs- und Bildungsprojekt „Malizia Ocean Challenge“.

„Für mich ist heute ein ganz besonderer Tag in meiner Segelkarriere, weil diese sehr spezielle Yacht das erste Mal in meiner Heimatstadt ist. Dass unsere Yacht vor dieser ikonischen Kulisse liegt, mach uns sehr stolz“, sagte Herrmann. „Hamburg ist keine Weltmetropole wie etwa Berlin, aber das Tor zur Welt und sehr weltoffen. Das passt hervorragend zur Vendée Globe.“

Am Abend wurde die „Malizia“ ausgekrant und vor dem spektakulären Bau der Elbphilharmonie auf dem „Platz der Deutschen Einheit“ aufgestellt. BMW und die Elbphilharmonie kooperieren seit vielen Jahren partnerschaftlich und langfristig.

Die BMW Technologiepartnerschaft soll es dem Team Malizia ermöglichen, die Vendée Globe vollkommen emissionsfrei zu bewältigen. Ziel ist die Entwicklung einer Alternative für den rund 380-kg-Dieselantrieb (inklusive Kraftstoff), der auch aus Sicherheitsgründen an Bord ist. Ein Elektromotor mit BMW i Batterietechnik soll die „Onboard-Systeme“ und den Schwenk-Kiel versorgen. Zudem kann ein Elektromotor als sogenannter Hydrogenerator auch zur Gewinnung von regenerativer Energie bei Bewegung der Yacht beitragen und bestehende Systeme ablösen bzw. leistungsfähiger machen.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht