Britisch-Deutscher Sieg im Finale der Star Sailors League

Im Segeln funktioniert die europäische Einigkeit perfekt. Im Finale der Star Sailors League vor Nassau/Bahamas setzte sich Starboot-Einsteiger Paul Goodison (Großbritannien) gemeinsam mit seinem deutschen Vorschoter Frithjof Kleen gegen die versammelte Weltelite durch und holte den Sieg vor Robert Scheidt/Henry Paul Boening (Brasilien) und den US-Amerikanern Mark Mendelblatt/Brian Fatih.

Die Mannschaften mit deutscher Beteiligung boten einen starken Wettkampf auf der Jagd um die Gesamt-Siegbörse von 200.000 Dollar. Schon in den Rennen der gesamten Flotte in der Vorrunde platzierten sie sich sehr gut, landeten einzelne Siege. Hubert Merkelbach mit seinem brasilianischen Vorschoter Arthur Lopes konnte zwar nicht in vorderster Linie agieren und musste vor dem Viertelfinale die Segel streichen. Als 19. unter den 25 Mannschaften hatten die beiden aber auch solche Starboot-Größen wie den Superstar Torben Grael (Brasilien) hinter sich. Und auch weitere Top-Stars wie George Szabo (USA), Frederik Loof (Schweden) oder Lars Grael (Brasilien) waren gescheitert, bevor es in die entscheidende Runden der besten Zehn ging.

Als Sieger der Vorrunde hatten sich Mark Mendelblatt/Brian Fatih direkt für das Finale qualifiziert, Robert Scheidt/Henry Paul Boening waren für das Halbfinale gesetzt. Die weiteren acht Teams der Top-Ten kämpften im Viertelfinale um die Chance, weiter nach oben zu klettern. Und sowohl Goodison/Kleen als auch das einzige rein deutsche Duo Philipp Buhl/Markus Koy schlugen sich in diesem Rennen sehr gut, zogen als Erste und Zweite in das Halbfinale ein. Und hier kam es zum Showdown der Deutschen um den Finaleinzug. Die ersten Drei schafften den Sprung in das entscheidende Rennen, und Goodison/Kleen konnten sich mit knappem Vorsprung gegen Buhl/Koy als Dritte behaupten.

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Das Finale war dann der Superlativ des gesamten Wochenendes. Die letzte Tonne rundeten Goodison/Kleen auf Platz eins mit einigen Bootslängen Vorsprung vor Scheidt/Boening. Mit Schwerstarbeit pumpten sich die Teams den letzten Vormwindgang hinunter in Richtung Ziel, und die Abstände pendelten ständig zwischen 70 Metern und fast Gleichstand. Auf den letzten Bootslängen in Richtung Ziel wurde es richtig eng: Scheidt kam mit Speed von hinten, rutschte an Goodison heran und war im Ziel fast gleichauf. Doch gerade einmal ein Meter Unterschied entschied schließlich für den Briten, der nach dem Gewinn der Motten-Weltmeisterschaft einen weiteren großen Coup in dieser Saison landen konnte. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Goodison, der auf Einladung der Veranstalter in den Star eingestiegen war, war Vorschoter Kleen, der das Boot schnell machte.

Auch Platz fünf für Buhl/Koy war ein starkes Ergebnis, denn auch Buhl hatte nur wenig Zeit, sich auf das Starboot einzustellen. Mit nur wenigen Tagen Training an der Seite von Markus Koy war der ehemalige Vizeweltmeister im Laser in das Finale der Star Sailors League gestartet und hatte dann die gesamte Elite dieser Klasse mit seiner Leistung beeindruckt.

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