Budweiser Cup mit Kurs auf Sturmtief

Pfingstmontag herrschte Abschiedsstimmung auf Helgoland. Bevor die Yachten aber den Weg über die Rückregatten nach Hause antraten oder zur großen Abschlussregatta nach Edinburgh aufbrachen, standen noch die Entscheidung beim VOMEX A Cup Helgoländer Acht an. Da der Wind im Laufe des Nachmittags immer schwächer werden sollte, entschied Wettfahrtleiter Albert Schweizer das Rennen zu verkürzen.

“So behalten auch die kleineren Boote im Rennen eine faire Chance”, sagte er nach dem Rennen. Statt der Acht um die Helgoländer Hauptinsel und Düne segelten die Teilnehmer daher nur um die Hauptinsel.

Budweiser Cup mit Kurs auf Sturmtief
Mit seinem Vorschlag: “Gehen Sie von 50 Knoten (Windstärke 11) aus, dann sind Sie auf der sicheren Seite”, hatte Nordseewoche Wetterberater Meeno Schrader bei der Steuermannsbesprechung erst einmal die Lacher auf seiner Seite.
Doch so ganz zum Lachen war das gar nicht gemeint. Über der Nordsee wartet ein Sturmtief auf den Budweiser Cup von Helgoland nach Edinburgh. Die genannten Geschwindigkeiten sind dabei im Kern tatsächlich möglich, doch die meisten Boote werden Möglichkeiten haben, dem auszuweichen. “Ab Mittwochmorgen sind aber durchaus 40 bis 45 Knoten zu erwarten.”, erklärte Wettfahrtleiter Albert Schweizer.
Dabei werden die langsameren Boote auch noch doppelt bestraft: Wer bei dem rund 420 Seemeilen (800km) langen Rennen nicht schnell genug ist, erlebt erst den Sturm und dann auch noch Flaute vor dem Erreichen der schottischen Küste.
Mit 14 Yachten hat sich dennoch ein gutes Feld zum Rennen aufgemacht. “Ich finde es gut und auch mutig, wenn Crews entschieden haben, aufgrund der nicht zu unterschätzenden Wetterlage nicht zu fahren.”, sagte Schweizer nach dem Startschuss.
Für einige der Teilnehmer ist der Budweiser Cup der Nordseewoche auch mehr, als nur eine sportliche Herausforderung als wichtige Qualifikation für die Teilnahme am berühmten Fastnet Race.
Erstes Schiff in Schottland wird vermutlich die “Milan” Mit Dr. Uwe Lebens als Skipper sein, die sich bereits kurz nach dem Start deutlich vom Feld abgesetzt hat und am Dienstagmorgen ihren Vorsprung bereits auf gute 80 Seemeilen (150km) ausgebaut hatte. Das mit zwanzig Metern Länge größte Schiff im Feld muss allerdings bei den berechneten Ergebnissen viel dieses Vorsprungs an die kleineren Schiffe vergüten, so dass der Größenvorteil bei der berechneten Zeit am Ende der Regatta ausgeglichen wird.
Der letztmalige Gewinner des Edinburgh-Rennens, die Bank von Bremen mit Steuermann Bodo Mall lag am Dienstagmorgen an dritter Stelle.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht