World Cup

Buhl klettert auf Rang zwei – Skiff-Frauen haben Medaille sicher

Laser-Ass Philipp Buhl verbesserte sich im Gesamtranking auf den zweiten Rang, und die 49erFX-Frauen Victoria Jurczok/Anika Lorenz verteidigten mit dem vierten Tagessieg in Folge den ersten Platz

Am dritten Tag des Worldcups von Miami hat der Wind kräftig zugelegt und bot für die deutschen Spitzensegler Bedingungen ganz nach Maß. Laser-Ass Philipp Buhl verbesserte sich im Gesamtranking durch einen Tagessieg und einen siebten Platz auf den zweiten Rang, und die 49erFX-Frauen Victoria Jurczok/Anika Lorenz verteidigten mit dem vierten Tagessieg in Folge den ersten Platz. Diese Ergebnisse haben auch nach Tag vier weiter Bestand, da aufgrund zu starker Winde alle Wettfahrten abgesagt wurden. Jurczok/Lorenz stehen damit sicher auf dem Podium.

Die Siegesserie von Jurczok/Lorenz ist beeindruckend – besonders, da die Crew sowohl bei den Schwachwindbedingungen der Vortage als auch in der starken Brise der Konkurrenz das Heck zeigt. Aber auch die deutschen Frauen waren froh, als es nach nur einem Rennen für die 49erFX wieder an Land ging: „Nur fünf Boote haben das Ziel ohne Kenterung erreicht. Es war hart da draußen bei 17 bis 20 Knoten“, berichtete Anika Lorenz. „Downwind-Segeln war die größte Herausforderung, und das Boot aufrecht zu halten, war schwierig“, sagte Victoria Jurczok. Am Ende schafften es nur sieben der 21 Crews der Frauen-Skiffflotte überhaupt ins Ziel. Auf Rang zwei komplettierten Tina Lutz/Susann Beucke den tollen Auftritt der deutschen Damen. Die Europameisterinnen von 2017 rückten damit auf den vierten Gesamtrang vor, während Jurczok/Lorenz ihre Gesamtführung vor den Norwegerinnen Ragna und Maia Agerup auf zehn Punkte ausbauten.

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Beste Chancen auf eine Medaille bei diesem Weltcup, dem zweiten von vier Stationen in der aktuellen Saison, hat Philipp Buhl. Der Allgäuer machte seinen schwachen zweiten Tag vergessen und legte zum Start in den dritten gleich einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg hin. Mit einem soliden siebten Rang im Anschluss verbesserte er sich vom sechsten Gesamtrang auf den zweiten und schob sich damit direkt hinter Olympiasieger Tom Burton (Australien) und noch vor den zweimaligen Weltmeister Nick Thompson (Großbritannien).

Auch die 49er-Segler Tim Fischer/Fabian Graf kommen vor Miami bestens mit den unterschiedlichen Bedingungen zurecht. Mit einer Ausnahme in den bisherigen neun Wettfahrten sind sie im Feld der 38 Starter stets im Vorderfeld zu finden und haben als Vierte Kontakt zu den Medaillenrängen.

In den anderen Klassen konnten sich die deutschen Starter dagegen noch nicht in die Top-Ten vorarbeiten. Die 470er Simon Diesch/Philipp Autenrieth liegen als Elfte immerhin in Lauerstellung auf einen Top-Ten-Platz. Runter ging es dagegen für die anderen Crews. Im Laser Radial rutschte Leichtwind-Spezialistin Svenja Weger auf den 31. Platz ab, bei den 470er-Frauen reicht es für Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß nach zwei nicht beendeten Rennen nur zu Platz 25 unter den 33 Mannschaften, und im foilenden Mixed-Kat müssen Johannes Polgar/Carolina Werner nach gutem Auftakt dem Trainingsrückstand Tribut zollen. Sie sind nach neun Wettfahrten 15. unter den 19 Crews.

Am vierten Tag des World Cups gab es für die Mannschaften keine Möglichkeiten zur Verbesserung. Hohe Wellen und Winde mit Böen an die 40 Knoten bliesen sämtliche Startversuche fort. Damit stehen in fünf Klassen bereits die Teilnehmer am Medal Race fest. In den Skiff-Klassen ist Deutschland in bester Ausgangsposition. Jurczok/Lorenz dürfen auf jeden Fall schon World Cup-Silber feiern, Lutz/Beucke haben noch Chancen auf das Podium. Mit Fischer/Graf hat auch ein deutsches Männerteam noch kleine Medaillenchancen. Bei den Nacra17 beenden Polga/Werner ihren ersten gemeinsamen World Cups auf Platz 15.

Noch im regulären Rennmodus sind die Laser, 470er und Finns.

Ergebnisse

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