Das Hoch über Auckland entscheidet VOR-Etappe

Rund 500 Meilen vor dem Ziel in Auckland scheinen sich die Trumpf-Asse bei der sechsten Etappe des Volvo Ocean Races endgültig im Blatt von „AkzoNobel“ zu versammeln. Das niederländische Team hat mit einem Abstecher nach Westen den Weg um das ausgeprägte Hoch im Norden Neuseelands gewählt und rauscht nun als Erster auf der Südseite des...

Rund 500 Meilen vor dem Ziel in Auckland scheinen sich die Trumpf-Asse bei der sechsten Etappe des Volvo Ocean Races endgültig im Blatt von „AkzoNobel“ zu versammeln. Das niederländische Team hat mit einem Abstecher nach Westen den Weg um das ausgeprägte Hoch im Norden Neuseelands gewählt und rauscht nun als Erster auf der Südseite des Hochdurck-Kerns entlang auf den Zielort zu. Ganz klar ist die Situation allerdings noch nicht, denn das Team „Scallywag“ lag zuletzt dicht auf und befindet sich aktuell im Stealth-Modus, ist also im Tracking nicht sichtbar.

Die sechste Etappe war nach einem Start mit starken Winden in den ersten Tagen über weite Strecken geprägt von der Suche nach dem Wind durch die Doldrums. Das Glück wechselte dabei hin und her. Nun scheint sich aber der Vorsprung auszuzahlen, den sich „AkzoNobel“ schon in einer frühen Phase der Etappe erarbeitet hatte.

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Inzwischen ist die Etappe in ihrer Endphase des 6500 langen Teilstücks angekommen. Und nach dem Abstecher nach Westen auf die australische Küste ist für die führenden Mannschaften nun Zahltag. Sie ziehen auf der Außenkurve in Richtung Cape Reinga und damit die Nordspitze Neuseeland zu, um dann auf der Ostseite der Küste in Richtung Auckland zum Ziel nach Süden abzubiegen. Das Team von Simeon Tienpont wird dabei mit einem Vorsprung von 27 Meilen auf die „Turn the Tide on Plastic“ von Dee Caffari auf Platz eins gelistet. Im Bereich dieser beiden Yachten dürfte auch noch die „Scallywag“ von David Witt liegen.

Kurbelt sich das Team “AkzoNobel” in der sechsten Etappe zum Sieg? Die Chancen stehen gut. (Bild: Rich Edwards/Volvo Ocean Race)

„Mapfre“, „Dongfeng“ und „Brunel“ liegen dagegen deutlich weiter im Norden, haben einen Rückstand von über 100 Meilen und steuern nun direkt in das Zentrum des Hochs hinein. Es sieht also so aus, als sollte die sechste Etappe den Verlauf der bisherigen fünf Etappen auf den Kopf stellen. Denn ausgerechnet die Mannschaften vom Tabellenende dominieren diese Etappe.

„Das aktuelle Wetterszenario sieht anders aus als das Bild, das wir erwartet haben“, berichtete „Turn the Tide on Plastic“-Skipperin Dee Caffari. „Die leichten Winde, von denen wir dachten, dass wir sie treffen würden, werden aus dem Weg gedrängt. Es sieht so aus, als würden wir mit Druck kommen und dass er bei uns bleibt. Daumen drücken, dass es auch so passiert.“

Die Freude an der Spitze, ist das Leid der Verfolger: „Sie fahren drei bis vier Knoten schneller als wir. Und ich glaube, da ist keine Chance, dass wir noch einmal zurückkommen können“, sagt „Dongfeng“-Skipper Charles Caudrelier. So müssen sich die drei Boote in der zweiten Gruppe damit beschäftigen, die Duelle in den internen Auseinandersetzungen am Ende des Feldes zu gewinnen. Bei nur noch 500 Meilen bis zum Ziel, scheint die Zeit für einen überraschenden Move abgelaufen.

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