Deutsche 470er kämpfen ums Olympiaticket

Bei der Weltmeisterschaft der 470er auf dem künftigen Olympiarevier von Enoshima/Japan geht es für die deutschen Teams bei den Männern und Frauen vor allem darum, das Nationenticket für die Spiele 2020 zu sichern. Nach vier von sechs Renntagen sieht es dabei aber so als, als würden nur die Frauen einen Olympia-Platz für das kommende Jahr ergattern.

Nachdem gerade die deutschen Frauen zum Beginn des Jahres mit Top-Ergebnissen überzeugen konnten, will indes der ganz große Wurf in Japan nicht gelingen. Die Top-Ten und damit das Medal Race am Freitag sind nach acht von elf Flotten-Rennen außer Reichweite. Immerhin können die Frauen des German Sailing Team (GST) fast sicher damit kalkulieren, einen Platz im Reigen der sechs Nationen einzunehmen, die im zweiten Anlauf das Olympiaticket lösen.

Acht Plätze für Tokio wurden bei den Worlds 2018 vor Aarhus bei den 470ern vergeben, sechs weitere folgen nun bei den Frauen. Vier sind es bei den Männern. Und aktuell liegen Frederike Loewe/Anna Markfort als 17. der WM-Wertung gut auf Kurs, da sie nach Abzug der bereits qualifizierten Nationen unter den Anwärter-Nationen derzeit Fünfte sind. Die Schweizerinnen lauern zwar als 18. direkt dahinter, aber die ebenfalls noch nicht qualifizierten Neuseeländerinnen sind als 24. schon deutlich abgeschlagen. Und auch die zweite deutsche Crew, Nadine Böhm/Ann-Christin Goliass, kann als 19. noch in den Kampf ums Ticket eingreifen.

An der Spitze liefern sich die 470er-Erfolgsnationen Großbritannien (Hannah Mills/Eilidh McIntyre) und Japan (Ai Kondo Yoshida/Miho Yoshioka) ein enges Duell.

Deutlich schlechter mit dem Blick in Richtung Olympia sieht es für die deutschen Männer aus. Simon Diesch/Philipp Autenrieth sind die einzige deutsche Mannschaft, die das Gold Fleet erreicht hat. Ihre vorrangige Aufgabe: Einen der vier Nationenplätze für Tokio ergattern. Doch in dieser Wertung liegen sie lediglich auf dem achten Platz. Sollte das Nationenticket jetzt nicht gelöst werden, bleibt nur noch ein Platz für eine europäische Mannschaft, der im kommenden Frühjahr ausgesegelt wird.

Um den aktuellen WM-Titel segeln die derzeit topplatzierten Australier Mathew Belcher/Will Ryan sowie Jordi Xammar/Nicolas Rodriguez (Spanien).

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