Deutsche Elf kämpft um EM-Titel

Mit dem Pratice Race und der Eröffnungszeremonie beginnt heute die Europameisterschaft der Seesegler vor Oxelösund in Schweden. In den drei ORC-Klassen sind insgesamt elf deutsche Yachten im Feld der 70 Boote vertreten – darunter natürlich auch die beiden Deutschen Meister „Intermezzo“ (ORC B) und „Immac Fram“ (ORC C). Während es bei den mittleren und kleinen Yachten um offizielle Titel geht, war die Anzahl der Meldungen in der ORC A zu klein für eine Meisterschaftswertung.

Nachdem die deutsche Flotte Ende Juli zur Travemünder Woche ihren nationalen Saisonhöhepunkt erlebt hat, geht es ab Mittwoch auf der Bahn in die ersten offiziellen Wettfahrten des internationalen ORC-Highlights in der Ostsee. Geplant sind bis Samstag sechs Inshore-Wettfahrten über jeweils eine Stunde sowie ein Offshore-Rennen, das auf zehn bis zwölf Stunden Dauer angesetzt ist.

Enttäuschend ist der Andrang in der Klasse A. Nur acht Crews haben sich hier registriert, darunter die „Xenia“ aus Bremerhaven von Ralf Lässig, die neben der dänischen „Tarok 7“ von Erik Berth zu den Favoriten zählt. Berth und sein Team haben in 2016 vor Kopenhagen die Silber-Medaille bei der WM gewonnen. Lässig hat gute Erfahrungen mit Meisterschaften in Schweden. Er holte 2013 vor Sandhamn EM-Bronze.

Mit 25 Yachten bietet die Klasse B ein meisterschaftswürdiges Feld auf. Mit der „Intermezzo“ von Jens Kuphal (Berlin), der „Sportsfreund“ von Axel Seehafer (Heiligenhafen) und der „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) sind auch die Top-Drei der Deutschen Meisterschaft vertreten, die durchaus Chancen auf eine Medaille haben. Die „Intermezzo“ bildet dabei nach CDL-Wert die Spitze der Flotte, sollte also jeweils nach dem Start und der ersten Kreuz vor dem Feld liegen, während sich die X41 von Seehafer und Berghorn im Feld der gleichschnellen Yachten behaupten müssen. Hoch im Kurs steht die modifizierte X41 „Premium“ von Priit Tammemagi (Estland), die bei den Europameisterschaften in der Ostsee in den vergangenen sechs Jahren immer auf einem Podiumsplatz positioniert war.

Die größte Flotte geht in der ORC C an den Start. 37 Meldungen sind hier eingegangen. Insbesondere die Esten stellen mit elf Crews eine starke Armada, die sogar die der gastgebenden Schweden übertrumpft. Die klare Favoritenrolle hat indes die schwedische „Pro4U“ von Patrik Forsgren inne, die sowohl die EM-Titel in 2017 und 2015 als auch WM-Bronze in 2018 und 2016 sowie WM-Silber vor Kiel in 2014 gewonnen hat. Als große Konkurrentin auf Gold wird die „Sugar“ von Ott Kikka (Estland) gehandelt, die seit 2013 EM-Medaillen in allen Farben gewonnen hat. Im Vorderfeld aus deutscher Sicht werden die „Immac Fram“ von Kai Mares (Dänischenhagen) und die „H.E.A.T“ mit Max Augustin (Hamburg) erwartet. Die „H.E.A.T“ wird damit das Meisterschaftstriple von DM, EM und WM gesegelt sein.

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