Drei EM-Medaillen für deutsche 470er

Herausragender Erfolg für die deutschen 470er. Bei der Europameisterschaft in Bourgas/Bulgarien stürmten mit Frederike Loewe/Anna Markfort und Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß gleich zwei Frauen-Teams auf das Podium. Malte Winkel/Matti Cipra gewannen zudem EM-Bronze bei den Männern.

Mit Silber und Bronze hinter den neuen Titelträgerinnen Tina Mrak/Veronika Macarol (Slowenien) sorgten die deutschen Frauen für ein unerwartetes Erfolgserlebnis für das German Sailing Team an der Schwarzmeerküste. Als Zehnte machten Fabienne Oster/Anastacia Winkel das Ergebnis rund. Bei den Männern landeten Malte Winkel und Matti Cipra als Vierte der Gesamtwertung ebenfalls den großen Coup. Denn in der EM-Wertung durften sie über Bronze jubeln.

Die deutschen Frauen hatten sich im Laufe der elf Wettfahrten mit beständigen Ergebnissen in den Top-Ten des 29 Teilnehmer starken Feldes für das Medal Race qualifiziert. Loewe/Markfort lagen als Dritte vor dem finalen Rennen bereits auf einem Medaillenkurs und wollten auch die Ernte einfahren. „Es war ein hartes Stück Arbeit, um auf diesen Platz zu kommen. Wir werden unser Bestes tun, um dort zu bleiben“, hatten sie vor dem Finalrennen berichtet. Und das klappte: Platz fünf im Medal Race ließ die Berlinerinnen sogar noch einen Platz nach oben rutschen. Damit hielten sie auch die nationalen Konkurrentinnen Böhm/Goliaß vom DTYC knapp auf Distanz. Das Team vom Starnberger See erwischte ein fast perfektes Rennen zum Abschluss und kletterte durch den dritten Rang im Ziel des Medal Race noch auf den Bronzerang. Ihre starken Resultate vom Vortag konnten Oster/Winkel zum Finale nicht wiederholen. Doch mit einem Tagessieg und einem zweiten Platz am Mittwoch hatte sich das junge Duo aus Hamburg noch für das Medal Race qualifiziert und damit bewiesen, dass es eine starke Basis für die Zukunft hat.

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Malte Winkel und Matti Cipra segelten auf Gesamtrang vier und den dritten Platz in der europäischen Wertung.

Bei den Männern schafften es dagegen nur Malte Winkel/Matti Cipra ins Finale. Die zuletzt starken Simon Diesch/Philipp Autenrieth hatten dagegen als Elfte eine Chance auf eine Top-Platzierung verspielt. Als Fünfte im Medal Race konnten Winkel/Cipra ihre Position sogar noch verbessern. In der Gesamtwertung hieß das zwar Platz vier. Da aber der zweite Platz hinter den goldenen Schweden Anton Dahlberg/Fredrik Bergström durch die US-Amerikaner Stuart McNay/David Hughes besetzt war, feierten Winkel/Cipra hinter den Silbermedaillen-Gewinnern Panagiots Mantis/Pavlos Kagialis (Griechenland) die bronzene EM-Plakette. Die Strategie für das letzte Rennen ging damit für die Deutschen voll auf: „Wir haben nichts zu verlieren“, lautete ihre Devise vor dem letzten Startschuss.

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