„Edmond de Rothschild“ mit neuem Fastnet-Rekord

Mit neuer Rekordzeit beim Rolex Fastnet Race hat die „Edmond de Rothschild“ mit Franck Cammas und Charles Caudrelier einen Finalkrimi für sich entschieden. Lediglich 58 Sekunden trennten den Sieger-Trimaran von der „Macif“. Die beiden 32 m langen Ultim-Trimarane pulverisierten den alten Rekord von Loick Peyron. Mit der Siegerzeit von 1 Tag, 4 Stunden, 2 Minuten und 26 Sekunden war die „Rothschild“ um 4 Stunden, 45 Minuten und 34 Sekunden schneller als die „Banque Populaire“ in 2011.

Das Finale der beiden Trimarane war an Spannung kaum zu überbieten. Nachdem die „Macif“ mit Francois Gabart und Jimmy Spithill am Ruder die Führung am Fastnet Rock übernommen hatte und diese Führung auch fast bis zum Ziel verteidigte, spitzte sich die Zielankunft zum Drama zu.

Mit dem letzten Manöver gelang es der „Rothschild“, die „Macif“ zu überlaufen. Doch Franck Cammas war sich dennoch nicht sicher, ob es reichen würde: „Es war unsere letzte Chance. Aber bis fünf Minuten haben wir nie gedacht, dass es möglich ist! “

„Macif“-Skipper Francois Gabart trauerte dem möglichen Sieg hinterher: „Mit der letzten Halse waren sie zwei Meilen entfernt und wir waren zwischen ihnen und dem Ziel, also sah es gut für uns aus. Aber sie kamen ins Fliegen, während wir ein Problem hatten und sie nicht mehr halten konnten.“

Charles Caudrelier freute sich über den Sieg: „Es ist immer gut, Francois Gabart zu schlagen. Er ist ein starker Mehrrumpf-Segler mit einem guten Boot und einem guten Team. Unser Boot ist unter bestimmten Bedingungen schneller, aber sie haben die Geschwindigkeit ihres Bootes verbessert und sie segeln es sehr gut. Es war ein großer Kampf, ein großer Spaß! “

“Rambler 88” setzte sich als schnellster Einrümpfer auch gegen die 12 Fuß längere “Scallywag”. Foto: Paul Wyeth

Den Rekord für den schnellsten Einrümpfer auf dem klassischen 600-Seemeilen-Kurs von Cowes zum Fastnet Rock im Süden von Irland und von dort nach Plymouth hat die „Rambler 88“ knapp verpasst. Doch Eigner George David durfte sich über die Line Honours freuen. In einer Zeit von 1 Tag, 19 Stunden, 55 Minuten und 1 Sekunde verpasste er den bestehenden Rekord („Abu Dhabi Ocean Racing, 2011) um 1 Stunde und 16 Minuten. Der ärgste Rivale, der 100-Füßer „Scallywag“ musste sich geschlagen geben. Und zwischenzeitlich schien auch ein neuer Rekord möglich, nachdem die „Rambler 88“ den Weg bis zum Fastnet Rock in neuer Rekordzeit absolviert hatte. Das Rennen zurück über die Keltische See in Richtung der Scilly-Inseln verlief ebenfalls sehr schnell mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 Knoten. Aber es war der letzte Run nach Plymouth, der die Hoffnungen auf einen Rennrekord beendete.

George David freute sich dennoch, seinen Sieg von 2017 wiederholt zu haben: „Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis. Es war ein harter Kampf gegen ‘Scallywag’, die im Vorwege einige gute Ergebnisse erzielt hatte.“

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