EM-Top-Ten für deutsche 470er

Die Saison der Olympiasegler hat Fahrt aufgenommen: Die 470er haben vor San Remo/Italien ihre kontinentalen Meisterschaften beendet – mit deutschen Top-Ten-Platzierungen bei den Männern und Frauen. Die 49er, 49erFX und Nacra17 absolvierten vor Weymouth/England den zweiten Tag ihrer EM, und die Finns sind nach einem Flautentag in Athen/Griechenland in das Geschehen gestartet.

470er weiblich

Nadine Böhm/Ann-Christian Goliaß haben den schwächeren Start in die Saison abgestreift. Nachdem bei den großen Regatten bisher keine Top-Ten-Platzierung in den Büchern standen, klappte es jetzt zur EM. Bei einer Meisterschaft mit extrem wechselnden Bedingungen mit Champagner-Segeln zum Auftakt, dann flauen Winden und schließlich Sturm zum Abschluss, gelang den Münchnerinnen eine konstante Serie in den lediglich sechs Flottenrennen. Ein unverschuldeter Crash in der sechsten Wettfahrt wurde mit einer Wiedergutmachung ausgeglichen. So gingen Böhm/Goliaß als Siebte in das Medalrace, landeten dort auf dem dritten Platz und schoben sich so noch auf den sechsten Gesamtrang vor.
Den Titel sicherten sich die Französinnen Camille Lecointre/Aloise Retornaz. Zweitbeste deutsche Mannschafte war Theres Dahnke/Birte Winkel als 16. Frederike Loewe/Anna Markfort, im Februar noch Worldcup-Siegerinnen, sind aktuell aus dem Tritt und wurden nur 22.

470er männlich

Wie das Wetter so kippte auch die Leistungen der Deutschen. Hatten zunächst Malte Winkel/Matti Cipra gute Karten auf eine Top-Ten-Platzierungen, drehten im Sturm schließlich Simon Diesch/Philipp Autenrieth auf. Die süddeutsche Crew segelte in der Goldflotte einen starken zweiten und sechsten Platz, zog ins Medalrace ein und wurde mit dem sechsten Rang dort schließlich Gesamt-Achter. An der Spitze regierten eindrucksvoll Mathew Belcher/Will Ryan (Australien), die die Open-Wertung überlegen gewannen. Den EM-Titel holten die Schweden Anton Dahlberg/Fredrik Bergström. Winkel/Cipra mussten schließlich mit Rang 18 zufrieden sein.

Im schweren Wind fühlten sich Simon Diesch/Philipp Autenrieth vor San Remo richtig wohl. Foto: Lars Wehrmann

49er

Reg is back: Die Neuseeländer Peter Burling/Blair Tuke haben nach ihrem Wiedereinstieg die Skiff-Szene wieder voll im Griff. Nach etwas Zurückhaltung vor Mallorca drehen die Olympia- und AC-Sieger vor Weymouth groß auf. Mit fünf Siegen in sieben Wettfahrten führen sie die Flotte der 96 Duos an. Die Deutschen präsentieren sich aber ebenfalls stark: Justus Schmidt/Max Boehme lauern mit zwei Tagessiegen auf Platz fünf, zwei Ränge dahinter sind die Olympiadritten Erik Heil/Thomas Plössel (ebenfalls zwei Tagessiege).

49erFX

Bei den Frauen sind die deutschen Duos dagegen erst einmal aus den Top-Ten herausgerutscht. Tina Lutz/Susann Beucke haben als 13. in der nationalen Wertung zumindest vorerst die Nase vorn. Victoria Jurczok/Anika Lorenz sind als 15. aber in Schlagdistanz.

Nacra17

Nach gutem Start in die Serie sind auch die Kat-Spezialisten Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer vorerst vom Kurs Medalrace abgekommen. Zwar legen die Kieler eine beständige Serie um Platz sieben hin, im Gruppesegeln reicht das aber aktuell nur zu Platz zwölf.

Finn

Drei Rennen haben die Finns am zweiten Tag vor Athen gesegelt. Damit ist der Flautentag zum Auftakt wieder vergessen. Die Hoffnungen der deutschen Asse Phillip Kasüske und Max Kohlhoff, in der Olympiastadt von 2004 ein Nationenticket für die Spiele 2020 lösen zu können, scheint sich aber nicht zu erfüllen. Kasüske ist lediglich 30., Kohlhoff 33.

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