Enges Spitzenduell zur Halbzeit des AAR

Fünf Tage nach dem Start und damit etwa zur Halbzeit der Atlantic Anniversary Regatta ist der Kampf um die Krone der ersten Yacht im Ziel in einem deutschen Duell voll entbrannt.

Die Bedingungen bei der Regatta von Bermudas nach Cuxhaven sorgten bisher für rasante Surfs die Atlantikwellen herunter und damit für eine schnelle Reise. Rund 1600 Seemeilen vor dem Ziel liegen die „Varuna“ von Jens Kellinghusen und die „Malizia“ mit Boris Herrmann fast gleichauf.

Das Rennen erlebte gleich in den ersten Tagen eine dramatische Situation, als die „Rambler 88“, die als die große Favoritin für die Line Honours gehandelt wurde, den Verlust des Bachbord-Ruders vermeldete und das Rennen aufgab. Die Yacht war in der Nacht mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert und hatte dabei das Ruder verloren. Die Crew blieb indes unversehrt und trat auch ihne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen die Rückreise nach Amerika an, wo sie inzwischen in Newport eingetroffen ist.

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Mit dem Ausscheiden von Rambler rücken sportlich die Ker 56 „Varuna“ und die Open 60 „Malizia“ in den Fokus. Beide Yachten sind mit unterschiedlichen Unterwasser-Systemen ausgestattet. Während die Kellinghusen-Yacht mit Canting-Kiel ausgestattet ist und mit Geschwindigkeiten von über 20 Knoten inzwischen auf Ostkurs durch den Nordatlantik rast, ist die nächste Verfolgerin, die „Malizia“, eine Yacht mit der modernen Foil-Technologie. Der Abstand der beiden außergewöhnlichen Yachten beträgt inzwischen fast 500 Seemeilen vor den nächsten Yachten.

Zur „Varuna“-Crew von Jens Kellinghusen zählen America’s Cup und Volvo Ocean Race Veteranen. Für „Malizia“-Skipper Boris Herrmann ist das Rennen ein weiterer Schritt für das große Ziel, als erster Deutscher an der Einhand-Weltregatta Vendee Globe 2020-21 teilzunehmen.

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