Erste Class40 in Guadeloupe angekommen

Nach zwei Wochen und zwei Tagen der Route du Rhum haben auch die ersten Yachten der Class40 das Ziel des Solo-Transatlantikrennens erreicht. Der Franzose Yoann Richomme kam auf seiner „Veedol-AIC“ nach dem 3500 Seemeilen langen Trip von St. Malo/Frankreich aus als Erster der Teilnehmer-stärksten Klasse im Ziel in Guadeloupe in der Karibik an.

16 Tage, 3 Stunden, 22 Minuten und 44 Sekunden benötigte der Franzose für die Solo-Überfahrt und war damit deutlich schneller als diverse Yachten der leistungsstärkeren Imoca60-Klasse. In der Kategorie der von Amateuren gesegelten Multihulls gewann Pierre Antoine (Frankreich) auf seinem Holztrimaran „Olmix“. Er kam wenige Stunden vor Richomme auf Guadeloupe an.

Antoine hat bereits eine bewegte Vergangenheit in der Geschichte der Route du Rhum hinter sich. 2006 ging er das erste Mal an den Start – damals bereits 56 Jahre alt. Er gewann das Rennen in seiner Klasse. Vor vier Jahren musste der Franzose dagegen aufgeben, als sein Boot von einem gewaltigen Blitz getroffen wurde. Danach hat er seine „Olmix“, die bereits 1991 gebaut wurde, umfangreich wiederaufgebaut und sie nun zum Sieg in der Klasse der RhumMultis geführt. Kurzzeitig legte Antoine auf der Strecke sogar einen Stopp ein, als er seinen Landsmann, den Multi50-Skipper Lalou Roucayrol, an Bord nahm. Roucayrol war mit seinem Trimaran „Arkema“ etwa 1.000 Meilen östlich von Guadeloupe gekentert und wartete auf dem umgedrehten Rumpf auf Hilfe. Nachdem die Beiden kurzzeitig gemeinsam gesegelt waren, setzte Antoine seinen Landsmann auf einem Tender ab, der Roucayrol wieder zur „Arkema“ mitnahm, um diese in Schlepp zu nehmen.

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Während inzwischen die ersten Class40-Segler das Leben in der Karibik genießen können, ist der Hamburger Arnt Bruhns noch auf Kurs. Bei seiner Route du Rhum-Premiere segelt Bruhns in dem starken Feld als Amateur auf einem beachtlichen 17. Platz. 36 Yachten sind noch im Rennen, nachdem es diverse Ausfälle gab. In St. Malo waren 53 Class40 an den Start gegangen.

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