Fischer/Graf übernehmen Führung in Genua

Gemächlicher Start in den World Cup vor Genua: Nach Abschluss der Trofeo Princesa Sofia ist der Tross der Top-Segler Richtung Italien weitergereist. Allerdings starten vor Genua nur acht der zehn Olympia-Disziplinen. Und am ersten Tag kamen nur die Skiffs und Nacras zum Zug. Mit starken deutschen Ergebnissen. Fischer/Graf führen bei den 49ern, Jurczok/Lorenz sind Dritten bei den 49ernFX.

Gemächlicher Start in den World Cup vor Genua: Nach Abschluss der Trofeo Princesa Sofia ist der Tross der Top-Segler Richtung Italien weitergereist. Allerdings starten vor Genua nur acht der zehn Olympia-Disziplinen. Und am ersten Tag kamen nur die Skiffs und Nacras zum Zug. Mit starken deutschen Ergebnissen. Fischer/Graf führen bei den 49ern, Jurczok/Lorenz sind Dritten bei den 49ernFX.

Zum Start in das Geschehen war ohnenhin nur ein Teil der acht Flotten auf der Bahn geplant. Doch bei leichten und schwankenden Winden zwischen 5 und 12 Knoten gelang auch hier nicht das komplett vorgesehene Programm. Die Skiffs schafften je zwei Rennen, den Nacras gelang das nur in einer Gruppe, die andere muss am zweiten Tag nachsitzen. Dann starten auch die Laser, 470er und Finns ins Geschehen.

Unter der perfekten italienischen Sonne hatten Tim Fischer/Fabian Graf einen Start nach Maß im Feld der 65 Crews. Mit Startnummer 007 lautet ihr Auftrag offenbar: Sieg. Gleich beide Mal kreuzten sie als Top-Crew die Ziellinie und stehen damit zunächst mit einem makellosen Bild an der Spitze des Feldes, das mit der absoluten Weltklasse besetzt ist. Auf Platz zwei liegen die Neuseeländer Isaac McHardie/William McKenzie zwar mit einem Sieg und einem zweiten Platz in der Paralellgruppe ebenfalls stark im Rennen. Doch dahinter zeigt sich, wie schwierig es ist, in dieser Konkurrenz eine konstante Serie auf die Bahn zu bringen. Auch die Superstars Peter Burling/Blair Tuke (Neuseeland) müssen das nach ihrem Comeback vor Mallorca nun schmerzlich erfahren. Ihre aktuelle Platzierung: Rang 31.

„Das deutsche Team pusht sich momentan gut voran“, erklärte Graf. „Und wir versuchen, besser als unsere Teamkollegen zu sein. Wir trainieren viel und haben ein gutes Coaching. Es gibt viele talentierte Leute in diesem Team.“ Graf macht keinen Hehl daraus, dass er nicht nur das deutsche Team insgesamt voranbringen, sondern sich selbst gemeinsam mit Vorschoter Fabian Graf für die Spiele 2020 qualifizieren will. Die Ausscheidung für Tokio beginnt in diesem Spätherbst mit der WM. Als junge Mannschaft haben Fischer/Graf aber auch noch die folgenden Spiele 2024 vor Marseille durchaus im Fokus.

Starke deutsche Auftritte gab es in den vergangenen Jahren auch immer wieder bei den Skiff-Frauen. Auch diesmal sind die ehemaligen WM-Dritten Victoria Jurczok/Aniko Lorenz gut in die Regatta gestartet. Mit zwei vierten Plätzen in ihrer Gruppe sind sie aktuell Dritte im Feld der 48 Duos. Die Spitze haben die Schwedinnen Julia Gross/Hanna Klinga vor den Olympiasiegerinnen Martine Grael/Kahena Kunze (Brasilien) inne.

Bei den leichten Winden vor Genua hat sich die deutsche Rangfolge in der Klasse der Nacra17 vorerst gedreht. Während vor Mallorca noch Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer klar den Ton angeben und als einzige die Goldflotte erreichten, erwischte nun die interne Konkurrenz den besseren Start. Johannes Polgar/Carolina Werner segelten mit den Plätzen 7 und 5 einen konstanten Start. Kohlhoff/Stuhlemmer konnten mit der anderen Gruppe nur eine Wettfahrt absolvieren und mussten sich dort mit dem 18. Platz begnügen. Der Tag heute wird zunächst mit dem zweiten Rennen in dieser Gruppe fortgesetzt, bevor alle Segler wieder auf die Bahn geschickt werden.

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