Führungswechsel bei der Inport-Wertung des VOR

Das Team „Mapfre“ hat sich mit dem Sieg beim Hafenrennen von Guangzhou/China die Spitze in der gesonderten Wertung der Inport-Rennen beim Volvo Ocean Race zurückerobert. Damit haben die Spanier nun die Doppelführung inne, denn auch in der Offshore-Wertung liegt das Team um Skipper Xabi Fernandez an der Spitze. Während „Mapfre“ nahtlos an seine Serie von...

Das Team „Mapfre“ hat sich mit dem Sieg beim Hafenrennen von Guangzhou/China die Spitze in der gesonderten Wertung der Inport-Rennen beim Volvo Ocean Race zurückerobert. Damit haben die Spanier nun die Doppelführung inne, denn auch in der Offshore-Wertung liegt das Team um Skipper Xabi Fernandez an der Spitze.

Während „Mapfre“ nahtlos an seine Serie von Top-Leistungen im bisherigen Verlauf des Volvo Ocean Race anknüpfte, geriet das chinesische „Dongfeng“-Team ausgerechnet beim Heimrennen aus der Erfolgsspur und landete nur auf dem letzten ÜPlatz der sechs gestarteten Yachten. Durch den Erfolg hat sich „Mapfre“ in der Gesamtwertung der Hafenrennen einen Vorsprung von fünf Punkten vor „Dongfeng“ erarbeitet.

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„Es war ein trickreiches Rennen auf dem Fluss“, berichtete Fernandez von einem Start-Ziel-Sieg. „Wir hatten einen sehr guten Start und waren dann in der Lage mit dem Wind und der Strömung unsere Führung auszubauen.“ Für „Dongfeng“ war es dagegen ein frustrierender Nachmittag. Gemeinsam mit dem zweiten asiatischen Team, „Scallywag“ aus Kong Kong, war die Crew von Charles Caudrelier zu früh über die Linie. Doch während es „Scallywag“ gelang, den Frühstart schnell zu bereinigen, blieb „Dongfeng“ bei der Rückkehr zur Linie in der Ankerleine der Startmarke hängen. Bis sich das Team befreit hatte, war der Rest des Feldes bereits um einige Hundert Meter enteilt.

Zu eng an die Starttonne manövrierte sich das “Dongfeng”-Team und blieb in der Ankerleine hängen. Foto: Pedro Martinez/VOR

Hinter dem souverän agierenden „Mapfre“-Team entwickelte sich ein harter Kampf um den zweiten Platz zwischen den beiden niederländischen Teams. „Brunel“, das Peter Burling, den Olympia- und AC-Sieger, nach dessen Pause wieder an Bord genommen hat, kämpfte verbissen mit „AkzoNobel“ um Skipper Simeon Tienpont. Beide Crews wechselten wiederholt die Position, bevor sich Burling, der das Ruder übernommen hatte, einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnte und „Brunel“ schließlich zum zweiten Platz vor „AkzoNobel“ in das Ziel führte.

„Scallywag“ sicherte sich schließlich den vierten Platz, nachdem das Hong Kong-Team zwischenzeitlich sogar auf Rang drei gelegen hatte. „Turn the Tide on Plastic“ mit Skipperin Dee Caffari gelang es, einen knappen Vorsprung gegenüber „Dongfeng“ ins Ziel zu retten.

Die Flotte kehrt nun wieder nach Hong Kong zurück, wo am Mittwoch um 13 Uhr (Ortszeit) der Start zum 6100 Seemeilen langen Offshore-Rennen nach Auckland/Neuseeland terminiert ist. Ob dann auch „Vestas 11th Hour Racing“ wieder mit am Start ist, ist angesichts des großen Schadens, den die Yacht bei der Kollision zum Abschluss der vierten Etappe erlitten hatte, noch nicht geklärt. Die Mannschaft hatte bisher immer die Rückkehr ins Renngeschehen zum Start in Hong Kong betont.

Gesamtstand Inport-Races nach fünf Rennen:
Mapfre, 32 Punkte
Dongfeng Race Team, 27 Punkte
Team Brunel, 23 Punkte
Team AkzoNobel, 21 Punkte
Sun Hung Kai / Scallywag, 13 Punkte
Vestas 11th Hour Racing, 12 Punkte
Turn the Tide on Plastic, 10 Punkte

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