Genialer Gold-Opti: Mohr gewinnt alle Rennen

Mic Mohr vom Plauer Wassersportverein ist das aktuelle Aushängeschild des deutschen Opti-Segelns. Der 15-Jährige hat in den vergangenen Jahren bereits alles gewonnen, was es an wichtigen Regatten in Deutschland zu gewinnen gab. Jetzt holte er sich die letzte noch ausstehende Krone. Beim Goldenen Opti vor Schilksee, der größten deutschen Opti-Regatta, setzte er sich in souveräner Manier gegen die 208 Konkurrenten durch. Mit diesem Sieg tritt er in die Fußstapfen seines Bruders Roko, der 2016 vor Kiel die Trophäe entgegengenommen hatte.

Seit fünf Jahren ist der Name Mohr immer wieder in den Top-Positionen des Goldenen Optis zu finden. Roko segelte in den Jahren 2014 und 2015 auf Rang zwei, landete dann 2016 den Sieger-Coup. Mic Mohr stand ebenfalls schon einmal auf dem Treppchen, als er vor drei Jahren auf dem Bronzerang landete. 2017 verbrachte die Familie lange Zeit in Costa Rica und fehlte damit beim Goldenen Opti. Im vergangenen Jahr lief es bei schwachen Winden zwar nicht wunschgemäß für Mic, der sich mit Rang 13 zufrieden geben musste. Dafür sprang Bruder Bo als Vierter in die Bresche.

Und jetzt passte alles zusammen: Eine meist kräftige Brise, dazu Böen und Dreher machten das Geschehen in der Strander Bucht zur sportlichen und taktischen Herausforderung. Ganz nach dem Geschmack von Mic Mohr, der stets den optimalen Weg durch das Feld fand. Selbst ein gerissener Baumniederholer konnte ihn nicht stoppen. In allen sechs Rennen segelte der Plauer als Sieger über die Linie.

Anspruchsvolle BEdingungen herrschten zum Goldenen Opti. Foto: segel-bilder.de

Damit waren auch die stärksten Verfolger chancenlos. Jule Ernst vom DTYC brachte fünf Top-Fünf-Ergebnisse in die Wertung ein und verdrängte damit Caspar Ilgenstein (MSC) noch auf Rang drei.

Mit seiner souveränen Vorstellung untermauert Mohr seine Führungsrolle für das deutsche Team bei der Weltmeisterschaft, deren Qualifikation er ebenfalls souverän gewonnen hat. Als Dritter der WM von 2017 (damals für Costa Rica) ist der Deutsche Jüngstenmeister von 2017 bereits mit einen globalen Medaille ausgestattet. Die Chancen auf einen großen deutschen Coup im Juli vor Antigua stehen also gut, zumal der Goldene Opti auch eine internationale Bewährungsprobe war. Denn die Dänen waren mit einer starken Delegation am Start, brachten drei Segler in die Top-Ten. Und auch das australische WM-Team war nach Kiel angereist, platzierte in Daniel Links seinen Besten auf Rang zehn.

Neben den A-Seglern beim Goldenen Opti gingen auch 91 Nachwucchssegler bei den B-Optis an den Start. Sie spulten ihre sechs Rennen schnell ab. Nick Plinke (SC Monheim) setzte sich gegen Nino von Roëll (VSaW) und Carlo Wedel (SLRV) durch.

Ergebnisse Opti A

1. Mic Mohr (Plauer WV), 5 Punkte
2. Jule Ernst /DTYC Tutzing), 17
3. Caspar Ilgenstein (MSC Hamburg), 20
4. Johann Emmer (VSaW Berlin), 29
5. Vitus Masoumi Sandberg (Dänemark), 31
6. Lukas Goyarzu (Württembergischer YC), 33
7. Fiene Arp (Warnemünder SC), 33
8. Johan Ole Hendriksen (Dänemark), 33
9. Helena Wolff (Dänemark), 34
10. Daniel Links (Australien), 35

Ergebnisse Opti B

1. Nick Plinke (SC Monheim), 14 Punkte
2. Nino von Roëll (VSaW Berlin), 22
3. Carlo Wedel (SLRV), 32
4. Till Heimann (Kieler YC), 37
5. Kilian Ebeling (NRV Hamburg), 44
6. Selma Staudt (Düsseldorfer YC), 46
7. Amelie Röpke (SG Schwielochsee), 50
8. Justus Friedrich Loeck (Flensburger SC), 53
9. Maya Ottmann (MSC Hamburg), 54
10. Lea Marie Winkler (SV Großenheidorn), 54

1 Comment

  1. Geiler Bericht der unter die Haut geht…
    Herzlichen Dank! Sagt Familie Mohr
    😉

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