Geplatzte Podiumsträume

Am letzten Tag der Finalrunde sind diverse Medaillen-Träume des German Sailing Team (GST) geplatzt. Zwar gehen sechs GST-Crews in das Medal Race, aber nur noch die 49er Justus Schmidt/Max Boehme haben eine Chance auf das Podium.
Am letzten Tag der Finalrunde sind diverse Medaillen-Träume des German Sailing Team (GST) geplatzt. Zwar gehen sechs GST-Crews in das Medal Race, aber nur noch die 49er Justus Schmidt/Max Boehme haben eine Chance auf das Podium. 49er Beständigkeit hat sich ausgezahlt für die Ex-Europameister Schmidt/Boehme aus Kiel. Das Duo leistete sich mit Rang 20 nur einen Ausrutscher, war ansonsten in den zwölf Wettfahrten immer in oder knapp an den Top-Ten platziert. Damit ziehen die Beiden als Fünfte und einzige Deutsche in die entscheidende Wettfahrt ein und haben auf Rang drei nur neun Punkte Rückstand. Selbst die neuseeländischen Superstars Peter Burling/Blair Tuke müssen sich hinter den Deutschen einreihen (Rang sieben). Während zum Abschluss am Samstag also Bronze möglich und Silber noch nicht völlig außer Reichweite ist, ist die Goldmedaille bereits an die Briten Dylan Fletcher/Stuart Bithell vergeben. 49erFX Tina Lutz/Susann Beucke haben in den 15 Rennen der Skiff-Frauen eine ähnlich starke Performance abgerufen wie Schmidt/Boehme. Allerdings reicht das im stärker aufgesplitteten Damen-Feld „nur“ zu Rang sieben vor dem Medal Race. Und das Podium ist bereits unerreichbar. Gold ist ebenfalls schon vergeben an die brasilianischen Olympiasiegerinnen Grael/Kunze. Als Neunte haben auch noch Victoria Jurczok/Anika Lorenz den Cut für das Medal Race geschafft. Nacra 17 Am Ende wurde es noch einmal knapp für Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer. Gerade einmal einen Punkt Vorsprung auf Rang elf rettete die junge Crew, die nach dem ersten Tag noch geführt hatte, ins Ziel. Damit ziehen die Kieler als Zehnte in das Medaillenrennen ein, könnten mit einem guten Abschluss noch ein paar Plätze klettern. Gold, Silber und Bronze wird indes unter Australien, Italien und Großbritannien ausgesegelt. 470er Frauen Mit zwei Crews in der finalen Wettfahrt sind die deutschen 470er-Frauen einmal mehr stark vertreten. Allerdings kann es für die neuntplatzierten Frederike Loewe/Anna Markfort und Luise und Helena Wanser (Rang 10) kaum weiter nach oben gehen. Es sieht vielmehr danach aus, dass sich die britische Olympiasiegerin Hanna Mills mit Eilidh McIntyre für die Niederlage vom Worldcup vor Miami revanchieren wird. Vor zwei Monaten war das Duo von Loewe/Markfort noch vom Goldthron gestoßen worden. Jetzt dürften sich die Britinnen Platz eins kaum noch nehmen lassen. In den weiteren Klassen wird das Medal Race ohne deutsche Beteiligung gesegelt. Laser-Radial-Seglerin Svenja Weger rutschte nach einer guten Woche zum Abschluss der Finalrunde noch auf Platz 13 ab. Philipp Buhl fand nur zu vereinzelt guten Ergebnissen im starken Laser-Feld, konnte seine Leistungsfähigkeit ansonsten nicht abrufen und kassierte mit Platz 33 einen noch härteren Dämpfer als beim verpatzten Jahresauftakt vor Miami. Trotz intensiver Trainingsarbeit vor Mallorca fehlt auch den Finns der Anschluss an die Weltspitze. Mit dem Start der Goldgruppe ging es immer ein Stück weiter nach unten. Max Kohlhoff beendet die Woche als bester Deutscher auf Platz 21. Und auch die 470er-Männer müssen Mallorca mit einer Platzierung deutlich hinter der Medal Race-Qualifikation beenden. Malte Winkel/Matti Cipra landeten als beste Deutsche auf Platz 23.

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