Extreme Sailing Series

Hamburg nicht mehr im Tourkalender

Nach drei erfolgreichen Jahren in Hamburg kehrt die Extreme Sailing Series in diesem Jahr nicht wieder an die Elbe zurück. Als Begründung nannten die Organisatoren die Enge des Regattagebietes, das nicht mehr zu den schnellen Kats vom Typ GC 32 passt. Damit verliert die Hansestadt ein großes Segelevent.

2015, 2016 und 2017 war Hamburg einer der spektakulärsten Standorte der Extreme Sailing Series. Mit insgesamt über 130.000 Zuschauern in drei Jahren hat die Extreme Sailing Series eine Bestmarke bei den Zuschauerzahlen für eine Segelveranstaltung in Hamburg gesetzt und Bilder von Renn-Katamaranen vor der Elbphilharmonie in die ganze Welt transportiert. Hierfür bot die Elbe beste Voraussetzungen: Die lange Uferpromenade in der HafenCity und das Cruise Center am Großen Grasbrook haben für die Zuschauer das Erlebnis „Segeln wie im Stadion“ besonders attraktiv gemacht. Auch die internationalen Profi-Segler aus 14 Nationen konnten sich für die einzigartige Atmosphäre in Hamburg begeistern.

Wenn die Organisatoren von OC Sport jetzt das Aus für die Extreme Sailing Series in Hamburg verkünden, hat das in erster Linie sportliche Gründe. Nach der Umstellung der Serie vom 40-Fuß-Katamaran „Extreme 40“ auf den 32-Fuß-Katamaran mit Foiling-Technologie „GC 32“ in 2016 wünschten sich die Teams eine längere Regattastrecke, um das Potenzial der Boote voll zur Entfaltung bringen zu können. Die Elbe setzt dem räumlich enge Grenzen. In den kommenden Jahren will die Serie wachsen, mehr Teams je Standort sollen antreten. Und wie 2017 soll mit den Flying Phantoms auch künftig eine zweite Bootsklasse in die Regattaserie integriert werden. Auf der Elbe fehlen jedoch die Entfaltungsmöglichkeiten für mehr Boote und für eine zweite Bootsklasse.

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Andy Tourell, Event Director OC Sport, fasst es so zusammen: „Hinter der Extreme Sailing Series liegen drei großartige Jahre in Hamburg. Die Begeisterung der Zuschauer vor Ort ist unübertroffen. Für die Unterstützung der Stadt sind wir sehr dankbar und freuen uns über die langfristig angelegten Verbindungen, die wir in Hamburg knüpfen konnten. Um Seglern, Fans und Sponsoren Spannung und Vielfalt bieten zu können, wird der Regattakalender der Extreme Sailing Series jedes Jahr ein wenig verändert. In der kommenden Saison wird die Extreme Sailing Series leider nicht nach Deutschland zurückkehren, um auch andere Segel- und Vermarktungsregionen bedienen zu können. Schon jetzt aber schauen wir nach vorn und würden uns freuen, mit der Extreme Sailing Series oder einer anderen massenattraktiven Sportveranstaltung aus unserem Portfolio bald nach Hamburg zurückkehren zu können.“

Christoph Holstein, Hamburger Staatsrat für Sport, zur Entscheidung: „Die Extreme Sailing Series passte zum Bild der Stadt. Wir bedauern das Ende einer professionellen und freundlichen Kooperation, haben aber volles Verständnis für die sportlichen Gründe unserer Partner. Die Bilder von High-Tech-Katamaranen vor der Elbphilharmonie kann uns niemand nehmen. Sie bleiben ein Beleg dafür, wie gut Sport in das Herz der Active City Hamburg passt.“

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