Kieler Woche

Hansa 303 für sicheres und leichtes Segeln

Viele Teilnehmer treten erstmals in dem Bootstyp an, der als besonders geeignet für Sportler mit Behinderungen gilt. Ob die Bootsklasse hält, was sie verspricht, wird sich im Rennen zeigen.

Was genau macht die Hansa 303 zum idealen Boot für Para Sailing? Der Mann, der diese Frage am Besten beantworten kann, ist Chris Mitchell aus Australien, der Designer der Hansa-Boote. Während er beruflich in Süd-Ost-Asien tätig war, suchte er nach einem geeigneten Boot, um Kindern das Segeln beizubringen. Es sollte für alle Könnensstufen leicht zu handhaben sein, komfortabel für Menschen unterschiedlichster Größe, leicht segelbar und sicher im Umgang. Die Idee zur Hansa 303 war geboren, und die Boote gingen nach Mitchells Rückkehr nach Australien in Serie. „Die Bootsklasse war nie ausschließlich für Segler mit Behinderungen geplant. „Segeln für Jedermann“ lautet unser Motto“, erklärt Mitchell.

Durch die Organisation „Sailability“ hätte die Bootsklasse den Weg in den Behindertensport gefunden, weil sie sich als ideal für Segler mit Behinderungen herausstellte, so der Australier. „Die Hansa 303 ist bewusst einfach und leicht kontrollierbar gehalten, außerdem extrem stabil, ohne Gewichtsverlagerung zu segeln, unkenterbar und schnell zu reffen. Das macht sie besonders sicher – perfekt für Schulen und Menschen mit physischen Einschränkungen“, sagt der Bootsdesigner.

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Rund 3.000 Hansa 303 gibt es laut Mitchell weltweit. In den Niederlanden, Spanien und Portugal wäre die Bootsklasse in Europa schon deutlich verbreiteter als in Deutschland, wo die Klasse bislang noch recht unbekannt ist. „Wir sind mit unseren Hansa 303 in Kiel, um zu helfen, das Segeln wieder zur paralympischen Sportart zu machen“, betont Chris Mitchell.

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