Hochspannung bei den Einheitsklassen vor Flensburg

Das erste Wochenende der Flensburger Fördewoche war geprägt durch die Meisterschaftsentscheidungen. Neben der IDM der Seesegler in den ORC-Klassen waren auch die Einheitsklassen auf der Bahn, um die Sieger der German Open der J/80, der German und Danish Open der X/79 und des Expressen-Pokals zu ermitteln.

Mit der Crew um Martin Menzner (Kiel) setzte sich dabei ein Abonnementsieger bei den J/80 durch. Thea Harksen aus Hamburg konnte sich in einem engen deutsch-dänischen Fight in der X/79 behaupten, und bei den Expressen gab es ein rein skandinavisches Siegerpodest.

Mit 22 Booten an der Startlinie wiesen die Expressen bei dieser Flensburger Fördewoche ein starkes Teilnehmerfeld nach. Und die Qualität war extrem hoch. Selbst die Topplatzierten bei der Kieler Woche konnten sich in diesem Feld nicht an der Spitze behaupten. Für den Dänen Jesper Nörbo Sörensen und den Flensburger Jan Brink, bei der Kieler Woche noch auf den Plätzen eins und zwei, reichte es diesmal nur zu Platz vier und fünf. Trotz eines Ausrutschers im letzten rennen konnte sich Svend Törsleff aus Sönderborg gegen die Konkurrenz durchsetzen und sicherte sich Platz eins vor seinem dänischen Landsmann Hans Christian Erbs und dem Schweden Arne Larssen. Die ersten Drei wurden lediglich durch zwei Punkte voneinander getrennt.

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Noch enger ging es auf den ersten beiden Plätzen in der X/79 zu. Jeweils 15 Punkte standen am Ende der acht Wettfahrten für Thea Harksen und Niels Bank (Kopenhagen) in der Liste. Harksen konnte sich schließlich trotz eines Frühstarts in der zweiten Wettfahrt durchsetzen. Entscheidend war die bessere Serie an Top-Platzierungen mit drei Siegen und zwei zweiten Plätzen gegenüber Bank (dreimal Platz eins, einmal Platz zwei). Vor der letzten Wettfahrt hatte Bank indes noch in Führung gelegen. Doch während er sich mit einem vierten Platz aus der Serie verabschiedete, konnte die Hamburger Crew zum Abschluss mit einem weiteren Tagessieg überzeugen. Auf Rang drei landete die Berliner Mannschaft um Steuermann Thorsten Seglitz.

Eine neue starke Kraft ging bei den J/80 auf die Bahn. Mit der Erfahrung einer Starboot-Karriere stieg Henning Voigt (Flensburg) in das Geschehen der Gennaker-Kielboot ein, holte sich zudem Olympia-Segler Marc Pickel und 49er-Ass Max Boehme neben Birte Schollmeyer an Bord. Diese Expertise an Bord sorgte für eine starke Serie von ausschließlich Top-Drei-Platzierungen in den acht Rennen. Doch für den Sieg war das nicht gut genug. Martin Menzner, Frank Lichte, Mika Rolfs und Nils Beltermann ließen sich vom starken Auftritt der Neueinsteiger nicht aus der Ruhe bringen, segelten ihrerseits zu vier Siegen, zwei zweiten und einem dritten Platz und konnten damit sogar auf den Start in der letzten Wettfahrt verzichten. Vor allem die überragende Geschwindigkeit unter Gennaker sorgte dafür, dass die Menzner-Crew bei wechselnden Windbedingungen mit einigen Drehern immer wieder im Expresstempo an die Spitze fuhr und sich somit standesgemäß die Siegertrophäe vor Flensburg abholte. Hinter der Voigt-Crew landete Arne Wilcken (Kiel) auf Platz drei.

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