Hugo Boss verliert Mast *UPDATE*

Erster prominenter Ausfall im Barcelona World Race: Alex Thomson und Pepe Ribes verlieren auf Hugo Boss den Mast

Alles lief rund für Alex Thomson und seinen Co-Skipper Pepe Ribes im Barcelona World Race – bis in der letzten Nacht der Mast von oben kam. Seit dem Start lag das Duo auf Hugo Boss in Führung und verteidigte konsequent den ersten Platz. Alex Thomson schien den Ruf des ewigen Pechvogels seit der letzten Vendee Globe endlich abgeschüttelt zu haben. Doch um kurz nach neun Uhr Ortszeit brach in moderaten Winden der Mast der Rennyacht. Laut dem Shore-Team von Thomson lag der Grund bei einem Fehler im Rigg. Thomson und Ribes sind wohlauf und versuchen aus eigener Kraft das Festland von Brasilien zu erreichen.

Extremsegler Thomson hatte in der Vergangenheit immer wieder Rückschläge zu verkraften:

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  • 2004 musst er aufgrund struktureller Probleme beim Vendeee Globe aufgeben
  • 2006 erlitt seien Yacht im Velux 5 Oceans Race so schwere Beschädigungungen, dass er das Schiff im Southern Ocean verlassen musste und von Mike Golding an Bord genommen wurde
  • 2008 sollte es im Vendee Globe endlich klappen, doch kurz vor dem Start kollidiert Hugo Boss mit einem Fischer, wird hastig repariert, muss aber kurz nach dem Start wieder aufgeben
  • 2011 muss sich Thomson kurz vor dem Start des Barcelona World Race einer Blinddarm-OP unterziehen, möchte nach zwei Wochen Genesung wieder bei den Kapverden an Bord gehen, bleibt jedoch an Land, nachdem bei seinem neugeborenen Sohn gesundheitliche Probleme auftraten

Auf der anderen Seite konnte Thomson immer wieder mit vorderen Platzierungen überzeugen:

  • 1999 siegt er als jüngster Skipper aller Zeiten ein Segelrennen um die Welt – das Clipper round the world
  • 2008 ersegelt er sich einen zweiten Platz beim Barcelona World Race
  • 2011 zweiter Platz im Transat Jacques Vabre
  • 2013 dritter Platz im Vendee Globe

Aufgrund seines aggressiven Marketings ist Alex Thomson einer der bekanntesten Segler weltweit. Zuletzt sorgte er mit dem Mast Walk für Schlagzeilen:

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***Update***

Thomson beschrieb der BBC gegenüber den Hergang des Mastbruchs:

"Es lief fantastisch. Wir brachen den bestehenden Rekord nach Gibraltar und den Äquator und führten das Rennen mit einem Vorsprung von 60 oder 70 Seemeilen an. Bei leichtem Wind führten wir gerade einen Segelwechsel aus. Ich stand auf dem Vorschiff und der Beschlag am Vorstag, der das Segel rollt, gab einfach nach. Ich habe es genau in dem Augenblich angesehen. Das Segel flog in die Höhe und der Mast schwebte für einige Sekunden regelrecht. Ich wusste, was passieren würde und schon fiel er auch in das Wasser."

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