IDM der Seesegler startet mit Rennen in die Nacht

Zum Auftakt der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Seesegler in den ORCi-Klassen schickt der Flensburger Segel-Club die Crews auf die Langstrecke.

Mit guter Stimmung bereitete sich das kompakte Teilnehmerfeld zum Auftakt der Flensburger Fördewoche heute auf die erste Herausforderung der Titelkämpfe vor und ging schließlich in die erste Wettfahrt der Wettkämpfe, die die Mannschaften in die Nacht führen sollte.

Neben den Titel geht es für die Crews auch um wichtige Punkte für die Rangliste der Regattavereinigung Seesegeln (RVS). Mit einem Ranglistenfaktor von 1,3 werden vor Flensburg ordentlich Punkte verteilt und sowohl in der kombinierten Klasse ORC1/2 als auch in der Klasse ORC 3/4 liegen die Top-Teams dicht an dicht.

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In der Jahreswertung in ORC1/2 liegen die X-41 „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (Flensburg) und Kirsten Harmstorf (Hamburg) mit der DK46 „Tutima“ mit jeweils 25 Punkten gleichauf. Auf Rang drei folgt Walter Watermann (Kiel) mit der Xp44 „X-Day“ mit 28 Punkten, punktgleich mit der viertplatzierten Luffe 43 „Adamas“ von Jan Peters (Lübeck). Da die „Tutima“ vor Flensburg nicht am Start ist, hat die „Sydbank“ die Favoritenrolle für die Jahreswertung übernommen.

In Klasse ORC3/4 geht „Patent4“ (12 Punkte) von Jürgen Klinghardt (Hamburg) mit 5 Punkten Vorsprung vor der „VarunaXPress“ (17 Punkte) von Kai Haupthoff (Eckernförde) in die letzte Runde. Auf Rang drei liegt die „Akka“ von Anke Scheuermann (Hamburg). Die bei der Offshore-Weltmeisterschaft in Den Haag stark gesegelten Crews der „One Spirit“ von Gordon Nickel (Stade) und der „Immac Fram“ von Kai Mares (Dänischenhagen) liegen etwas abgeschlagen auf den Rängen vier und fünf, beide Crews konnten auf Grund ihrer Teilnahme an der Offshore WM nicht an Runde 3 des RVS-Cups vor Travemünde teilnehmen.

Doch neben der Jahresranglistenwertung ist der Fokus der teilnehmenden Mannschaften natürlich insbesondere auf die Meisterschaft ausgerichtet. Den Auftakt der IDM bildet die traditionelle Distanzwettfahrt durch die Flensburger Außenförde. Start war am Mittag für die beiden Startklassen. Die starken frischen Ostwinde versprachen eine schnelle Reise, die ersten Teams werden bei Einbruch der Dunkelheit zurück in Glücksburg erwartet. Die Beteiligung liegt mit rund 25 Schiffen zwar unter den Erwartungen, die Qualität der auflaufenden Flotte ist jedoch hoch. Wettfahrtleiter Claus-Otto Hansen sagte: „Wir freuen uns, die Seesegler nach 2015 erneut bei uns im FSC willkommen zu heißen. Natürlich hätten wir uns mehr Teilnehmer gewünscht, haben aber ein schönes Programm auf dem Wasser und an Land für die Segler vorbereitet. Wir freuen uns auf die nächsten Tage!“

Das Programm der IDM Seesegeln sieht in diesem Jahr erstmalig neben einer herkömmlichen Langstrecke von 8 bis 10 Stunden Segelzeit noch eine Mittelstrecke um feste Seezeichen vor. Die besondere Besonderheit der Mittelstrecke: Der Kurs wird erst am Abend vorher bekannt gegeben und stellt die Navigatoren vor eine zusätzliche Herausforderung. RVS-Vorsitzender Bertil Balser sagte dazu: „Wir beobachten einen Trend hin zu Distanzwettfahrten, dem wollten wir mit der IDM Seesegeln so gut es geht entsprechen.“

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