Italiener huschten in der Finalflaute zum SCL-Sieg

Nach vier Tagen unter schwierigen Windbedingungen auf dem Moritzsee in der Schweiz und lediglich sieben vollständigen Flights sowie einem Finalrennen haben sich die Italiener des Circolo della Vela Bari (CVB) zu den neuen Meistern der Sailing Champions League gekürt.

Die Italiener unter Skipper Simone Ferrarese verwiesen in St. Moritz im Finalrennen der besten vier Mannschaften aus der Vorrunde den Segelclub aus Genf/Schweiz sowie den WV Hemelingen und den NRV Hamburg auf die folgenden Plätze. Damit durften auch die Deutschen durch den Bremer Verein auf dem Podium mitfeiern. 31 Vereine waren in der Schweiz im Kampf um die Silberschale und den Titel als bester Verein in Europa angetreten.

Mit dem Erfolg des CVB, der sich vor drei Monaten durch den Halbfinal-Sieg auf Sardinien für das Event in St. Moritz qualifiziert hatte, bleibt die Trophäe ein weiteres Jahr in Italien. Im vergangenen Jahr hatte sich der Yacht Club Costa Smeralda von Sardinien die Meisterschaft geholt.

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„Wir hatten heute sehr viel Glück, anders kann man es nicht sagen. Aber wir haben auch niemals aufgegeben, auch nicht, als wir ein ganzes Stück zurücklagen. An den anderen Tagen hatten wir aber auch Pech, so dass man wohl sagen kann, das Glück hat den Weg zu uns zurückgefunden. In den vergangenen vier Tagen sind wir, so glaube ich, sehr gut gesegelt. Und wir sind sehr glücklich, diese Regatta gewonnen zu haben und uns nun bester Club in Europa nennen zu können“, sagte Simone Ferrarese.

In einem außergewöhnlichen Finale hatten sich die Italiener nach scheinbar schon aussichtsloser Situation doch noch den Titel gegriffen. Die Schweizer, die bereits nach der Vorrunde an der Spitze des Rankings gestanden hatten, lagen auch in der alles entscheidenden Finalwettfahrt vor der Konkurrenz. In der Flaute auf dem Moritzsee hatten die beiden deutschen Mannschaften eingeparkt, und die Italiener lagen weit zurück. Doch eine kleine Böe drückte das gesamte Finalquartett wieder zusammen und dicht an dicht huschten die Finalisten über die Ziellinie – mit dem besten Ende für die Mannschaft des CVB.

 

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