Jung, wild und erfolgreich

Australien gegen Russland, junge Wilde gegen erfahrene Segler: In den letzten zwei Rennen der Laser Radial WM wurden erneut Trainingspartner zu Konkurrenten.

Den schlechten Vortag hatte Caelin Winchcombe (Australien) abgehakt. Er konzentrierte sich voll auf die aktuellen Rennen und zeigte, dass er noch um die Medaillenränge mitsegeln wollte. Das gelang ihm in beiden Rennen. So gewann er eins nach dem anderen. „Es war okay“, kommentierte er das Ergebnis. Er habe einfach nur versucht, das Rennen zu gewinnen, und das zweimal geschafft. „Es war leichter heute, weil wir konstanteren Wind hatten.“ Mit seinen zwei Tagessiegen sicherte er sich die WM-Bronzemedaille.

Sein Trainingspartner Zac Littlewood (Australien) verteidigte seine Führungsposition im Gesamtklassement und ist neuer Weltmeister im Laser Radial. Entspannt sei er in die letzten Rennen gegangen. „Ich bin hier, um zu lernen und Rennen zu gewinnen“, sagte er. Im zweiten Rennen habe er dann gewusst: „Ich bin Weltmeister. Das ist crazy.“ So richtig kann er es noch gar nicht fassen.

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Zwischen die beiden Australier schob sich Aleksander Arian (Polen). „Ich wusste, dass ich unter die besten Fünf segeln muss, um in den Medaillenrängen zu bleiben.“ Nachdem ihm das im ersten Rennen gelang, kam er im zweiten erst als 15ter ins Ziel. Er hatte auf dem Steuerbordbug die Vorfahrt nicht gewährt und musste kringeln. „Den Start hatte ich gewonnen, dann hatte ich aber die Regelverletzung. Das passiert“, kommentierte er. Da er dies aber als Streichwertung nehmen kann, hat es trotzdem zum Vizeweltmeistertitel gereicht. „Ich bin sehr glücklich.“ Vor allem, weil er nicht so viel trainieren konnte und sich auch noch Schmerzen nach einer Operation am Knöchel immer wieder einstellten.

Sein Trainingspartner und Titelverteidiger Marcin Rudawski, der auch noch aussichtsreich in den Tag startete, musste eine Disqualifikation verkraften und fiel so aus den Medaillenrängen. „Er bekam seine zweite gelbe Flagge. Das tut mir sehr leid für ihn“, so Aleksander Arian.

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