Kat kentert bei Caribbean 600 – Crew gerettet

Die zehnte Auflage der RORC Caribbean 600 erlebte wenige Stunden nach dem Start einen Schreckmoment. Der 53-Fuß-Katramaran „Fujin“ von Gren Slyngstad ist in der Nacht zum Dienstag, rund zehn Stunden nach dem Start, nahe der Insel Saba, gekentert. Die achtköpfige Crew hatte Glück und konnte inzwischen von ihrem Boot gerettet werden. Die Jubiläumsausgabe des noch...

Die zehnte Auflage der RORC Caribbean 600 erlebte wenige Stunden nach dem Start einen Schreckmoment. Der 53-Fuß-Katramaran „Fujin“ von Gren Slyngstad ist in der Nacht zum Dienstag, rund zehn Stunden nach dem Start, nahe der Insel Saba, gekentert. Die achtköpfige Crew hatte Glück und konnte inzwischen von ihrem Boot gerettet werden.

Die Jubiläumsausgabe des noch jungen Offshore-Rennens über 600 Meilen in der Karibik war vom Start vor Antigua geprägt von kräftigen Winden und hohen Wellen. Bereits mit dem Startschuss am Montagvormittag (Ortszeit) herrschten Winde über 20 Knoten und noch stärkere Böen. Die Prognose sagte steigende Winde und hohe See voraus für die 84 gestarteten Yachten. Damit steuerte das Rekordfeld auch auf eine Rekordzeit hin. Vor allem die Erwartungen an die „Rambler 88“ sind hoch.

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Doch die Bedingungen forderten auch einen hohen Tribut. Nahe der Insel Saba war der American Bieker 53 „Fujin“ offenbar nicht mehr zu halten und kenterte. Die genauen Umstände sind noch nicht bekannt. Die Crew ist indes sehr erfahren. Unter anderem ist Jonathan McKee mit an Bord, der Flying Dutchman Olympiasieger von 1984. Auch der Designer des Bootes Paul Bieker gehört zur Crew. Die gute Nachricht ist, dass alle acht Crewmitglieder sich auf das gekenterte Boot retten konnten und auf dem Rumpf auf die Rettung warteten.

Der 53-Fuß-Kat wurde von Paul Bieker designt, der auch mit zur Crew gehört. Foto: Tim Wright/RORC

Das Gunboat 60 „Flow“ von Stephen Cucchiaro stand zunächst nahe der Unglücksstelle, bis die holländisch-französische Verwaltung ein Rettungsboot entsandt hatte. Auch Jens Kellinghusen hatte mit seiner „Varuna“ bereits den Kurs geändert, um zur Hilfe zu eilen, konnte inzwischen aber wieder das Rennen fortsetzen. Die Coastguard von Martinique hat die Koordination der Rettung übernommen. Inzwischen soll die Mannschaft abgeborgen und zur Insel Saba gebracht worden sein.

 

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