Sydney Hobart

„LDV Comanche“ nach Protest offiziell schnellste Yacht

Das Rolex Sydney Hobart Rennen ist nach einem engen Duell auf See im Protestraum entschieden worden. Wegen einer Wegerechts-Situation kurz nach dem Start hatte Jim Cooney, Eigner der „Comanche“, gegen die Crew der „Wild Oats XI“ protestiert und Recht bekommen. Damit wurden der „Wild Oats XI“ der Sieg und die Rekordzeit aberkannt und der „Comanche“ die Trophäe für die „Line Honours“ zugesprochen.

Die beiden 100-Füßer hatten sich in dem Offshore-Klassiker von Sydney zum südlichen Hobart auf Tasmanien kurz nach dem Start bei der Passage der Sydney Heads beharkt. Sofort war ein Protest von der „Comanche“ angemeldet worden, und es war klar, dass das Rennen wohl durch einen Juryentscheid entschieden werden würde. Dennoch kämpften die beiden favorisierten Crews über die gesamten 628 Seemeilen intensiv um den Sieg auf dem Wasser. Den griff sich zunächst die „Wild Oats XI“, doch schließlich wurde die „Comanche“ auf Platz eins gesetzt. Nach einer Zeitstrafe von einer Stunde musste sich die „Wild Oats XI“ mit Platz zwei begnügen. Besonders bitter: Auch der Streckenrekord geht nun in die Hände von Jim Cooney über. Die „Comanche“ setzte damit die neue Richtzeit für die 628 Seemeilen auf 1 Tag, 9 Stunden, 15 Minuten und 24 Sekunden.

Unzweifelhaft hätte Cooney das Rennen gern auf dem Wasser gewonnen, dennoch war er nach der Jury-Entscheidung in Feierlaune: „Es war ein beglückendes Rennen. Ich habe jede Minute genossen. Das Boot hat meine Erwartungen übertroffen, und wer hätte erwartet, dass wir Hobart noch am 27. Dezember erreichen“, sagte Cooney und lobte seine Mannschaft: „Die Jungs waren fantastisch. Stan Honey ist nicht nur ein Navigator. Er ist der Navigator. Und auch Jimmy Spithill ist brillant. Nichts entgeht seinen Blicken – weder auf dem Wasser, noch um ihn herum.“

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