Liros stattet deutschen Ocean-Racer aus

Seile in höchster Qualität für beste Performance und 100-prozentig „Made in Germany“ werden den Imoca Open 60 des Offshore Team Germany um die Welt führen. Das OTG gibt seine Partnerschaft mit Liros, dem Spezialisten für technische Faserseile in Europa, bekannt.

Das Traditionsunternehmen aus Berg in Bayern steigt bei dem deutschen Projekt für die Teilnahme am „The Ocean Race 2021/22“ ein und stattet die „GER 21“ mit sämtlichen Schoten, Streckern und Fallen für das Weltrennen aus.

Sven Rosenberger führt das Unternehmen Liros in fünfter Generation und sieht die Partnerschaft mit dem Offshore Team Germany als ideale Plattform, um das Unternehmen im Segelsport zu präsentieren, sowie als Fortsetzung einer gewachsenen Partnerschaft mit OTG-Teamkapitän Robert Stanjek. „Wir sind der Marktführer in Europa und engagieren uns sehr gern bei Projekten, die uns am Herzen liegen. Mit Robert verbindet uns eine langjährige Partnerschaft bei all seinen Projekten.“ Mit dem Engagement für die deutsche Teilnahme am Etappenrennen um die Welt wird diese Kooperation nun auf ein ganz neues Niveau gehoben.

Ein Spielfeld, auf dem Liros bestens bewandert ist. Schon in den 1990er Jahren war der deutsche Seilspezialist bei den Vendée-Globe-Yachten an Bord. Mit der französischen Offshore-Segellegende Loïck Peyron hat LIROS zusammengearbeitet. Auch der ehemalige deutsche 85-Fuß-Maxi „UCA“ segelte mit Seilen aus Bayern, und auf den Groß- und Serienyachten wie Baltic und Swan oder Bavaria und X-Yachts sind Liros-Produkte selbstverständlich. Zudem ist LIROS im Olympiasport aktiv – für die Spiele 2020 stattet das Unternehmen die deutschen, schwedischen und australischen Nationalmannschaftssegler aus. Deutsche Spitzensegler wie Roland Gäbler und Johannes Polgar gehören zum Kreis der Liros-Segler.

Durch diese intensive Erfahrung wissen Sven Rosenberger und seine Mannschaft, welche Herausforderungen es auf hochmodernen Offshore-Racern zu meistern gilt: „Die Entwicklungen in den vergangenen Jahren waren rasant. Heutige Yachten sind im Vergleich zu denen der 1990er Jahre wie ein Düsenjäger gegenüber einem Jumbojet. Das geringere Gewicht der Yachten reduziert zwar die Kräfte, die steiferen Riggs sorgen aber dafür, dass die Einlastungen bis in die Schoten und Strecker deutlich erhöht werden.“ Die Anforderungen an die Seile sind enorm: Sie sollen besten Halt in den Klemmen bieten, sehr beweglich sein, über maximale Bruchlast verfügen und dabei wenig Dehnung und Abrieb haben. „Wir profitieren jetzt von unseren Erfahrungen der vergangenen Jahre. Mit dem America’s Cup in Valencia 2007 wurde unsere XTR-Linie eingeführt, die gerade bei den Mänteln der Seile ganz andere Eigenschaften bietet als herkömmliche Seile“, sagt Rosenberger und freut sich, endlich mal wieder eine deutsche Hochsee-Kampagne mit allem laufenden Gut ausstatten zu können: „Der Regattasport führt in Deutschland leider nur ein Nischendasein. Das Offshore Team Germany kann mal wieder dafür sorgen, dass über Segeln diskutiert wird.“ Aus Sicht des Liros-Geschäftsführers ergibt sich aus der Partnerschaft eine Win-win-Situation: „Wir sind sehr froh über diese Partnerschaft, erhoffen uns technisches Feedback, so dass wir von der praktischen Erfahrung partizipieren.“ Das könnte sich schon bis zum Start des „The Ocean Race“ auswirken. Denn bis 2021 wird das laufende Gut sicherlich komplett durchgetauscht sein.

Die Maxime in der Zusammenarbeit sind Performance, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Wobei gerade ein reibungsloser Lauf der Seile im Vordergrund steht. Sven Rosenberger: „Wenn im Südpolarmeer etwas klemmt, wäre das fatal. Wir werden in den kommenden Monaten in intensiver Zusammenarbeit mit dem Team unsere Produkte für das Ocean Race optimieren. Denn erst an Bord zeigt sich, wie sich die Entwicklungen aus dem Labor bewähren.“

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht