Match Race Super League

Mit Schweizer Präzision: Eric Monnins Albert Riele

Eric Monnins Albert Riele Swiss Sailing Team segelt im 20. Match Race Germany weiter auf der Erfolgswelle. Die Crew des erfahrenen 41-jährigen Matchracers vom Segel Club Stäfa konnte sich in fast allen ihren bisherigen Duellen durchsetzen, verlor nur ein Match gegen das finnische Team von Olli-Pekka Lumijärvi und führt das Feld der zwölf Teams aus zehn Nationen mit 7:1 Punkten an.

Heute waren gute Manöver in den leichten Winden der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Monnin in der Pressekonferenz am Abend, „man muss sich auf diesen Booten gut bewegen. Und: Fehler können sehr teuer sein.“ Auf den Plätzen zwei und drei liegen nach rund zwei Dritteln der Vorrunde, die am Samstag ab 9 Uhr fortgesetzt wird und in der jede Mannschaft einmal auf jede andere trifft, Mati Sepps Estonian Sailing Team (6 Siege, 2 Niederlagen) und Markus Wiesers Crew (5 Siege, 2 Niederlagen). Wieser sagte: „Anfangs haben wir noch etwas rostig agiert, aber jetzt geht es schon.“
Mit starken Leistungen und vier Siegen in sechs Duellen empfahlen sich auch Steuermann Max Gurgel und seine Crew vom Hamburger Segel-Club für die nächste Runde. Das Team Vmax Yachting hatte 2016 die Deutsche Matchrace-Meisterschaft gewonnen und sich damit die Wild Card für Deutschlands älteste und bekannteste Duellsegel-Regatta gesichert. Bei ihrer Match-Race-Germany-Premiere auf dem Bodensee agieren die Norddeutschen auf hohem Niveau und unterstrichen am zweiten Tag ihre Ambitionen, das Halbfinale zu erreichen. Gurgel sagte: „Wir sind bislang insgesamt sehr zufrieden. Das letzte Rennen des heutigen Tages ist für uns etwas unglücklich gelaufen, aber wir sind für die kommenden Tage optimistisch.”
Das furioseste, aber auch kürzeste und kurioseste Duell des Tages lieferten sich Maxime Mesnils französisches Elite Team Match Race und Lukasz Wosinskis polnisches Delphia Sailing Team im elften Flight (ein Durchgang à drei Duellen). Die Polen kassierten in der Begegnung mit den jungen Franzosen vom Yacht Club Cherbourg gleich drei Penalties in der Vorstartphase, womit das Rennen automatisch schon vor dem Startschuss beendet war. Zunächst machten sie sich beim Eintauchen in die imaginäre Startbox einer Vorfahrtsverletzung schuldig. Dann tauchten sie nicht rechtzeitig in die Box ein. Und schließlich verschuldeten sie noch eine Vorfahrtsverletzung mit Kollision.
Mit zwei Penalties erlebte auch die junge schwedische Crew um Steuermann Kim Kling (Caprice Match Racing) im Duell mit der finnischen Mannschaft um Skipper Olli-Pekka Lumijärvi eine schwarze Vorstartphase. Eine Vorfahrtsverletzung und die Berührung der Startbegrenzung führten dazu, dass die Schweden einen Strafkringel sofort zu absolvieren hatten und nach dem zweiten aussichtslos zurücklagen und das Duell schließlich verloren.

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