Nachwuchs-Titelkämpfe vom Ammersee bis zur Ostsee

Der deutsche Segel-Nachwuchs hat in den vergangenen Wochen ein breites Meisterschaftsprogramm bewältigt. Von der Ostsee bis zum Ammersee wurden die neuen Titelträger in den Klassen 49er/49erFX, 29er, 420er, O'pen Skiff und Cadet gekürt.

49er/49erFX: Noch vor der Deutschen Meisterschaft der Erwachsenen lieferten die Junioren vor Kiel eine Kostprobe ihres Können ab. Die Skiff-Klassen haben sich in Deutschland stark entwickelt. Nachdem die 49er für den Gewinn der letzten beiden deutschen Olympia-Medaillen gesorgt haben, drängt der Nachwuchs auf die schnellen Jollen. 27 Crews waren insgesamt auf dem Olympiarevier von 1972 am Start – inklusive starker Konkurrenz aus Skandinavien. Im Feld der Männer holten die Norweger zwei Medaillen: Tomas und Mads Mathisen gewannen Gold, Jostein Akrer/Jacob Undrum Bronze. Im Norwegen-Sandwich platzierten sich Paul Pietzcker/Linus von Oppen. In der gemischten Konkurrenz aus Frauen- und Männerteams im 49erFX setzten sich Inge-Marie Hofmann/Alisa Engelmann durch. Auf Platz zwei landeten die Dänen Frederik Fomsgaard Bruun/Mads Fuglbjerg, die die Heimmannschaft Maru Scheel/Freya Feilcke auf den Bronzeplatz verdrängten.

29er: Mit 57 Mannschaften an der Startlinie zeigten die 29er, welch hohes Potenzial bei den Skiffs in Deutschland im Unterbau der Olympiaklassen besteht. Auf dem Ammersee wussten Jonas Schupp/Moritz Hagenmeyer ihre Heimatkenntnisse voll auszuspielen. Nach zehn Wettfahrten sicherten sie sich die Siegertrophäe vor Moritz Dorau/Riko Rockenbauch und Finn Walter/Marcus Borlinghaus. Das Trio lieferte sich über die gesamte Meisterschaft einen engen Kampf, der erst in der letzten Wettfahrt entschieden wurde.

420er: Der Unterbau für den olympischen 470er bleibt die stärkste deutsche Jugend-Disziplin. Gleich 102 Mannschaften im 420er versammelten sich zur IDJM vor Warnemünde. Die Regatta war zudem erste Station der WM-/JEM-Ausscheidung. Der DTYC hatte die Ausrichtung der IDJM übernommen und brachte zehn Wettfahrten auf den Kurs. Mit Lilli Zellmer/Vincent Bahr, Julian Sensch/Philipp Hall und Theresa Steinlein/Lina Plettner auf den Podiumsplätzen zeigten die Mannschaften vom Binnenrevier, dass sie auch mit den Ostsee-Bedingungen bestens umgehen können.

Cadet: Eine tschechische Dominanz bestimmte das Geschehen bei der IDJM der Cadets vor Ribnitz-Damgarten. Eliska Vychova/Matyas Rocek und Lucie Halova/Matyas Pfeifer reisten aus dem Nachbarland an und belegten die beiden Top-Ränge. Auf Rang drei durften sich Martin Rothe/Aaron Rück als beste Deutsche feiern lassen. Insgesamt bewältigten die 27 Duos ein Mammutprogramm von zwölf Wettfahrten an den vier Meisterschaftstagen über den Tag der Deutschen Einheit.

O’pen Skiff: Die Favoriten haben sich durchgesetzt: Bei der IDJM der O’pen Skiff gewann Frederic Schüle vor Charlotte Finkemeyer und Malte Kreutzer die Goldmedaille. Der junge Lübecker hat in dieser Saison eine starke Entwicklung genommen und wandelt nach dem Abgang seiner Vereinskameraden nach der EM zur Travemünder Woche nahtlos in deren Fußspuren. Der Serie von sieben Schüle-Siegen in den elf Wettfahrten setzte Lokalmatadorin Charlotte Finkemeyer zwar drei erste Plätze entgegen, das Gesamtergebnis fiel aber letztlich deutlich aus.

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