Offshore-WM: „Outsider” und „Immac Fram“ vorn dabei

Bei der ersten Offshore-Weltmeisterschaft, bei der nach ORC und IRC vermessen gesegelt wird, sind zwei deutsche Yachten vor den beiden Abschlusstagen auf einem Medaillenrang.

Vor den beiden letzten Wettfahrttagen der Offshore-Weltmeisterschaft in Den Haag/Niederlande liegen mit der „Outsider“ (Hansen/Kiel) in Klasse A und der „Immac Fram“ (Mares/Dänischenhagen) in Klasse  C zwei deutsche Yachten in den Medaillenrängen.

In Klasse A dominiert Karl Wowok mit seiner „Team Beau Geste“.  Die Botin 52 von den Jungferninseln ist nach zwei Offshore-Rennen und fünf Inshore-Wettfahrten ungeschlagen in Führung. Nahezu jedes Mal dahinter liegt die „Outsider“ (TP52). „Wir sind froh, wieder im Spiel zu sein“, so Hansen. Mit verschiedenen Yachten war der Kieler seit des Admiral’s Cups 1980 im Seesegeln aktiv. „Wir genießen mit unserem Canting-Kielboot die Offshore-Wettfahrten, aber wir haben fast immer für uns allein gesegelt und dementsprechend etwas Rost angesetzt“, so Hansen, der sich über die Konkurrenz mit der „Beau Geste“ freut. „Der Vergleich treibt uns an, schüttelt den Rost ab und hilft uns, von Tag zu Tag besser zu werden“, so der Kieler, der sich auf weitere Regatten mit dieser Konkurrenz freut.

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Und während die „Outsider“ um die Medaillen kämpft, warf ein Verstoß gegen die Offshore-Sicherheits-Regeln die „Xenia“ zurück.  Die  Amateur-Crew um Eigner Ralf Lässig (Wulsdorf), die berechnet ganze 30 Sekunden hinter der „Outsider“  im Ziel war, erhielt eine 2,5% Strafe, weil die Rettungsinsel nicht –wie vorgeschrieben – in 15 Sekunden einsatzbereit fähig war. Sie war nach dem Urteil der Jury „zu versteckt“ verstaut worden. Die Folge: Trotz der großartigen sportlichen Leistung blieb nur der siebente Rang.

In der Klasse B liegt die „Halbtrocken“ (Michael Berghorn/Kiel) als beste deutsche Yacht auf Rang vier. „Wir hoffen, einen Platz unter den ersten Fünf zu verteidigen. Wir wollten unter die ersten Zehn, wenn wir nun die Top-Fünf erreichen, sind wir glücklich“, so Berghorn. Dank der sieben X-41 im Feld gebe es gute Möglichkeiten sich auszurichten und zu duellieren. „Aber die Landmarks zu schlagen, das ist sehr schwer. Die haben ein sehr gutes Rating“, erklärt Berghorn. Es führt die „Santa“ (Claus Landmark/Landmark 43) vor „White Shadow“ (Torkjel Valland/Landmark 43/beide Norwegen).

In der Klasse C verteidigte die „Immac Fram“ (Kai Mares/Dänischenhagen) knapp Platz drei hinter „Pro4u“ (Forsgren/SWE) und „J Lance 12“ (Messink/FRA). Sechs Punkte zum Zweitplatzierten und sechs Punkte zum Vierten  ist der Abstand vor den letzten beiden Wettfahrttagen. Für Donnerstag und Freitag sind jeweils zwei Wettfahrten geplant. Der letzte Start kann am Freitag gegen 15.30 erfolgen.

Erstmals werden die Yachten nach ORC und IRC vermessen gewertet. Beide Wertungen zusammen ergeben dann die Platzierung.

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