Oracle gewinnt Extrapunkt – Frankreich raus – Land Rover vor schwerer Aufgabe

Die ersten Entscheidungen des 35. America's Cup sind gefallen. Titelverteidiger Oracle hat das Optimum aus der selbst inszenierten Regeländerung herausgeholt und einen Zusatzpunkt gewonnen, Groupama Frankreich muss als Letzter der Vorrunde die Segel streichen, und das Emirates Team New Zealand fordert als bester Herausforderer nun in den Playoffs Land Rover BAR heraus.

Die Franzosen um Steuermann Franck Cammas waren als Außenseiter in den America’s Cup gestartet und konnten diese Rolle letztlich auch nicht abschütteln. Dennoch schlug sich das Groupama Team tapfer. Obwohl mit der geringsten Vorbereitungszeit in die Round Robins gegangen, gelangen den Franzosen zwei Siege in der ersten Runde jeder gegen jeden. Damit hielten sie den Kampf um die vier Plätze in den Playoffs der Herausforderer lange offen. Doch mit der knappen Niederlage gegen Land Rover BAR in der zweiten Round Robin war die Hoffnung auf einen großen Überraschungscoup dahin. Es blieb für die Franzosen bei den zwei Siegen und damit dem letzten Platz in der Vorrunde.

Überraschend schwer taten sich die Schweden von Artemis mit Steuermann Nathan Outteridge. Zum Abschluss zeigten sie aber noch einmal ihre Klasse, siegten in den letzten drei Rennen gegen Oracle, SoftBank Japan und Groupama und waren schließlich mit fünf Siegen der zweitbeste Herausforderer in der Vorrunde. Den stärksten Eindruck hinterließen allerdings die Neuseeländer. Peter Burling führte seine Mannschaft zu acht Siegen in den zehn Wettfahrten. Damit hatte das Emirates Team New Zealand die Chance, sich den Gegner für das Halbfinale der Herausforderer auszusuchen. Und Burling wählte den viermaligen Olympiasieger Ben Ainslie mit dem Team Land Rover BAR.

Anzeige

Ainslie stand zwar nach Punkten direkt hinter den Neuseeländern, hatte aber keine überzeugende Performance mit seiner „Rita“, dem AC-Kat, gezeigt. Letztlich verhalfen die beiden Zusatzpunkte aus der World Series des vergangenen Jahres Ainslie und Crew zu einer guten Vorrunden-Platzierung. Nach Sicht auf die Wettervorhersage wählte Burling daher Ainslie als Gegner, der gerade bei schwachen Winden nicht richtig auf Touren kam.

Im zweiten Halbfinale, die am heutigen Sonntag beginnen, stehen sich somit Artemis und SoftBank gegenüber. In die Pause geht dagegen das Oracle Team USA. Wie die Neuseeländer hatten die Titelverteidiger acht Siege in der Vorrunde geholt. Mit einem Zusatzpunkt aus der World Series standen sie damit ganz an der Spitze des Tableaus und haben damit bereits einen Punkt für den Showdown um den Cup, in dem Oracle dann der Sieger aus dem Finale der Herausforderer erwartet.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht