ORC und IRC wollen Zusammenarbeit fortsetzen

Nach der erfolgreichen WM in Den Haag sollen in Zukunft alle zwei Jahre Weltmeisterschaften in einer gemeinsamen Wertung für IRC- und ORC-Yachten ausgetragen werden. Darauf einigten sich die Vertreter beider Wertungssysteme.

Bei der Jahrestagung des Weltseglerverbandes World Sailing in Sarasota/USA haben die Vertreter des RORC und des ORC die Fortsetzung der Zusammenarbeit in den beiden Vermessungsformeln IRC und ORC erklärt, die sie in diesem Jahr mit der gemeinsamen Austragung der Weltmeisterschaft in Den Haag/Niederlande begonnen haben. Die Vertreter beider Systeme hatten sich zuvor im Rahmen des Rolex Middle Sea Race im Royal Malta Yacht Club getroffen und die Zukunft des Offshore-Segelns diskutiert. Beide Seiten waren sich einig, dass die WM in Den Haag ein Erfolg war. Vor allem die Bereitschaft der Techniker von IRC und ORC wurde gelobt, schnell Lösungen für Vermessungsprobleme zu finden. Und die meisten Teilnehmer bestätigten, dass die kombinierte Wertung geeignet war, um gegeneinander konkurrieren zu können.

Die beiden von World Sailing anerkannten Vermessungsformeln sollen weiterentwickelt werden, um das Universal Measurement System (UMS) weiterzuentwickeln, damit weltweit Boote für verschiedene Messsysteme leichter bewertet werden können. Außerdem wurde vereinbart, dass das IRC in die Entscheidung einbezogen wird, zukünftige Austragungsorte für die gemeinsamen Offshore-Weltmeisterschaften auszuwählen. In Zukunft sollen alle zwei Jahre gemeinsame Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

Der ORC-Vorsitzende Bruno Finzi zeigte sich zufrieden mit dieser Vereinbarung: „Wir freuen uns, dass wir uns auf diese gemeinsame Vision für die Zukunft des Offshore-Segelns einigen konnten. Sie wird dazu beitragen, den vielen Tausenden von Booten in diesem Bereich Planungssicherheit zu geben, dass wir einen klaren Fahrplan für wettbewerbsfähige Weltmeisterschaften haben werden.“

Auch der Commodore des RORC, Steven Anderson, freute sich über das Ergebnis: „Es war eine sehr positive Diskussion. Ich danke Bruno für eine so positive und offene Herangehensweise. Beide Organisationen waren sich einig, dass die gemeinsame WM ein Erfolg waren und die Organisatoren sehr gute Arbeit geleistet haben. Die Entscheidung für die Weltmeisterschaften 2020 ist noch nicht gefallen, und wir möchten uns an dieser Entscheidung beteiligen. Wir glauben, dass eine WM alle zwei Jahre auch Boote weit über den Austragungsort hinaus anlocken wird.“

Bei der Jahrestagung in Sarasota soll nun weiter über die Zusammenarbeit diskutiert werden.

 

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