RVS feiert stimmungsvolles Saionfinale

Die deutschen Seesegler haben ein neues Saison-Finale kreiert und einen frischen Spot entdeckt. Rund um den Port Olpenitz an der Schlei gingen zwar nur 14 Yachten zum Abschlussevent des RVS-Inshore-Cups an den Start, aber die erlebten abwechslungsreiche Wettfahrten mit dem Höhepunkt eines Zieleinlaufs mitten im Hafen, gesellige Abende und eine Extra-Ehrung der erfolgreichen EM-Mannschaften durch den DSV-Vizepräsidenten Clemens Fackeldey.

Der auslaufenden Sommer bot zwar nur einen Tag segelbaren Wind, aber Wettfahrtleiter Eckart Reinke packte in den vier Wettfahrten mit einem aufregenden Finale. Nach drei Up-and-Down-Rennen, die durch drehende Winde und wehcselnde Ergebnisse geprägt waren, schickte er die beiden Startgruppen auf einen spannendes Coastal-Race zum Abschluss. In dem Spezialformat ging es nach der Startkreuz auf einen sternenförmigen Kurs um drei Tonnen, deren Reihenfolge der Rundung frei zu wählen war. So ging das Gros des Feldes zwar auf eine Runde gegen den Uhrzeigersinn, einige Ausreißer versuchten sich aber auch auf dem entgegengesetzten Kurs. Es zeigte sich, dass die drei Tonnen sehr exakt ausgelegt waren und die Unterschiede auf den beiden Runden nur marginal ausfielen.

Für einen Nervenkitzel sorgte dann der Zieleinlauf. Reinke hatte das Finish mitten in den inneren Hafen von olpenitz gelegt – und innerhalb weniger Minuten ging die gesamte Flotte über die Linie, inklusive einiger letzter Wendenduelle direkt an der Kaimauer. „Das war ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Tag mit stark drehenden Winden. Die Wettfahrtleitung hat wirklich einen super Job gemacht, ganz prima“, sagte „Sydbank“-Skipper Torsten Bastiansen. Er hatte mit seiner Crew der X-41 allen Grund zur Freude, lag er in Gruppe ORC 1/2 doch nach den vier Wettfahrten mit einem Punkt vor dem Schwesterschiff „Sportsfreund“ von Axel Seehafer. Jens Kuphals „Intermezzo“ folgte mit sieben Punkten auf Rang drei.

In ORC 3/4 hatte die Crew um Henning Tebbe und Jürgen Klinghardt mit „patent4“ den besten Riecher für die stellenweise stark drehenden Winde und führte nach vier Wettfahrten ihre Klasse an. „Bei ablandigem Wind war es heute wirklich nicht einfach, stets die richtige Seite zu treffen“, sagte „patent4“-Steuermann Henning Tebbe. Ein Blick auf die weiteren Ränge zeigt, wie knapp auch in Klasse ORC 3/4 die Rennen liefen. Gerade mal ein Punkt trennte „patent4“ von der zweitplatzierten Melges 24 „Bostik Bad Bays“ von Jan Schmidt, die wiederum punktgleich vor Knut Freudenbergs First 36.7 „Halbtrocken“ lag.

Bei diesen Ergebnissen blieb es schließlich, da der Sonntag keinen segelbaren Wind mehr bot. Der großartigen Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Crews feierten nich auf dem Steg ihre Siegerehrung und bekundeten ihren festen Willen, im kommenden Jahr wieder zu kommen und dann auch noch weitere Mannschaften zum Kommen zu animieren.

14 Teams kamen zum RVS-Saisonfinale nach Port Olpenitz. Foto: Frieder Griem

Zum Gelingen des Events trugen sowohl die Möglichkeiten des Port Olpenitz mit dem weitläufigen Hafen und den Ferienhaus-Unterkünften direkt am Hafen als auch die BBQ- und Spanferkel-Abende bei. Glücklich zeigten sich die drei Veranstalter, Bertil Balser und Bendix Hügelmann von der RVS sowie Sven Christensen vom Kieler Yacht-Club. „Das Finale war ein voller Erfolg“, so der einhellige Tenor. „Uns hat es viel Spaß gemacht, wir sehen uns zum RVS-Saisonfinale 2020 Anfang September wieder hier in Port Olpenitz“, sagte RVS-Vize Bendix Hügelmann.

Begeistert zeigte sich auch DSV-Vizepräsident Clemens Fackeldey, dem es auch ein persönliches Anliegen war, beim RVS-Saisonfinale vor Ort zu sein. Daher hatte er extra seinen Urlaub unterbrochen und eine 400 Kilometer lange Anreise in Kauf genommen. „Ich habe die Rennen interessiert und begeistert verfolgt“, sagte Fackeldey, der am Samstagabend die erfolgreichen Crews der vergangenen ORC Europameisterschaft für die RVS ehrte. Vor dem schwedischen Oxelösund hatte im August das Dreigestirn der „Sportsfreund“, „Intermezzo“ und der „Halbtrocken 4.0“ die ersten drei Plätze belegen können. „Macht weiter so“, so Fackeldeys Botschaft an die Segler und die RVS, deren Arbeit der DSV-Vize besonders hervorhob.

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