Sailing Champions League: Holländer sagen Liga ab

Während sich die Liga-Idee weltweit immer mehr durchzusetzen scheint, nachdem sie von Ozeanien mit Australien und Neuseeland adaptiert wurde und 2019 auch Spanien, Portugal und Estland zur Sailing Champions League-Familie stoßen, sind die Bemühungen in den Niederlanden vorerst gescheitert.

 

Die Eredivisie Zeilen hat beschlossen, die für 2019 geplante Serie abzusagen. Vier Veranstaltungen in Almere, Braassemermeer, Lelystad und Muiden waren geplant und sollten im April beginnen. Aber zum Anmeldeschluss am 1. März 19 waren nur 9 Vereine definitiv angemeldet, drei Teams unter Vorbehalt. Laut Mitteilung hofften die Organisatoren, “für eine spannende und qualitativ hochwertige Serie das Limit von 18 Teams zu erreichen.” Diese Zahl gilt auch für die anderen Ligen weltweit.

Das Logo der niederländischen Segel-Liga

Weiter heißt es: “Die Eredivisie Zeilen Stiftung bedauert die Bemühungen der teilnehmenden Vereine sehr und dankt allen, die sich in den vergangenen Saisons und bei der Vorbereitung dieser Saison engagiert haben. Eredivisie Zeilen prüft nun, wie die Qualifikationen für die SAILING Champions League 2020 organisiert werden können und wird sich dazu an Verbände wenden.”

Die Entwicklung ist überraschend, weil die Niederländer gerade im Leistungssegeln einen Höhenflug erleben. Im olympischen Bereich waren sie beste Nation bei der vergangenen gemeinsamen Olympiaklassen-WM in Aarhus, beim Volvo Ocean Race spielten sie eine wichtige Rolle mit gleich zwei Yachten am Start, und nun bemühen sie sich auch noch um eine America’s Cup Teilnahme. Der Enthusiasmus an der Spitze scheint sich nicht bis auf das Club-Level herunter zu bewegen.

 

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