Segler des Monats: Abenteuer bestanden – Wahl gewonnen!

Bei der Wahl zu den Seglern des Monats Dezember hat die „Lunatix“-Crew unter Skipper Friedrich Böhnert einen überlegenen Sieg gelandet

Die große Mehrheit der User von Sail24 honorierte den Auftritt der einzigen deutschen Yacht beim Klassiker Sydney-Hobart und setzte die Mannschaft aus Hamburg und Schleswig-Holstein auf Platz eins. Frithjof Kleen, Dritter bei der Stars Sailors League an Bord des Italieners Diego Negri, landete auf Platz zwei. Und mit Dr. Wolfgang Schäfer kam auf Rang drei ein weiterer Finisher des Sydney-Hobart-Rennens. Er segelte auf der „Winning Appliances“.

Unter dem Beifall Hunderter Segelsport-Fans entlang der Kings Pier in Hobart hat die „Lunatix“ als einzige deutsche Yacht im Feld der 85 Starter das 74. Rolex Sydney Hobart beendet. Nach 3 Tagen, 6 Stunden, 52 Minuten und 47 Sekunden lief die XP50 als 38. Yacht im Ziel ein.

Die zehnköpfige Crew um Eigner Friedrich Böhnert zeigte sich tief beeindruckt von dem Empfang am Abend des vierten Tages auf See und nach 628 absolvierten Seemeilen. „Ein cooles Rennen“, fasste Crewmitglied Bernd Meier den Hochsee-Klassiker von Sydney nach Tasmanien zusammen. Und es wurde fast die gesamte Windpalette geboten mit leichten Winden und sommerlicher Sonne zum Start, flauen Winden zwischendurch und noch einmal 50 Knoten zum Abschuss. Die Storm Bay im Derwent River machte ihrem Namen noch einmal alle Ehre. Doch auch diesen Abschluss-Sturm meisterte die Crew aus Hamburg und Schleswig-Holstein erfolgreich und freute sich schließlich auf den Empfang in Hobart. Platz 38 nach gesegelter Zeit reichte in der Corinthian-Wertung für die NRV-Yacht nach berechneter Zeit zum siebten Platz. Schon die Anreise war für Eigner Friedrich Böhnert ein Erlebnis, denn er war mit wechselnder Crew auf eigenem Kiel mit der Teilnahme an verschiedenen Regatten um die halbe Welt gereist, um sich in Australien mit der Teilnahme an Sydney Hobart einen Traum zu erfüllen. Nach dem Rennen wird die Weltumsegelung nun fortgesetzt.

Für Wolfgang Schäfer endete das Rennen auf der „Winning Appliances“ nach berechneter Zeit sogar auf Platz vier: „Wenn wir nicht einen kleinen Fehler zum Ende hin gemacht hätten, wäre sogar der Sieg nach IRC over all drin gewesen. Aber auch so bin ich mit dem Rennen sehr zufrieden, zumal wir beim Rolex Sydney Hobart Race eine gemischte Crew an Bord hatten.“ Mehr als der sportliche Erfolg spielte aber eine emotionale Komponente eine wichtige Rolle für den Vorsitzenden des DSV-Seesegelausschuss, um an der Regatta teilzunehmen: „Vor 20 Jahren fand das katastrophale Sydney Hobart Race 1998 statt, bei dem sechs Yachten gesunken und sechs Segler gestorben sind. Eine dieser Yachten war damals die ‘Winston Churchill’, die dem Vater unseres Eigners, John Winning Senior, gehörte. Drei Segler fanden dabei den Tod. Peter Dean, der damals 15-jährige Sohn eines der ums Leben gekommenen Segler, war nun mit an Bord. Das war einer der Gründe, warum ich mich an diesem Rennen beteiligt habe. Natürlich gab es auf See eine entsprechende Zeremonie, bevor wir in tasmanische Gewässer einliefen. Über das vernünftige Abschneiden unserer Crew freue ich mich besonders auch unter diesem Aspekt.“

Die Ergebnisse:

  1. Crew der „Lunatix“: 86 Prozent
  2. Frithjof Kleen: 8 Prozent
  3. Wolfgang Schäfer: 6 Prozent

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