Südafrika siegt beim Hobie World Cat vor Sylt

Es war das bislang beste Starterfeld, das je bei einem Hobie World Cat in der Brandung vor Westerland/Sylt an den Start ging. Mit beinahe 100 nationalen und internationalen Titeln waren die zehn Teams aus Dänemark, Hong Kong, Frankreich, Südafrika, Deutschland, Italien, Brasilien, den USA, Australien und den Niederlanden das sportliche Highlight der Sylt Sailing Week.

Am Ende setzten sich die Südafrikaner Blaine und Roxanne Kay Dodds gegen die internationale Elite durch.

Die Wind- und Wetterbedingungen auf Sylt zeigten auch dieses Mal wieder, dass alles möglich ist. Wurden die ersten Wettfahrten noch bei schwachem Wind bis maximal zehn Knoten gesegelt, frischte der Wind innerhalb von wenigen Stunden auf und verlangte den Teilnehmern einiges ab. Doch selbst bei solch anspruchsvollen Bedingungen, setzen die Teams die Messlatte extrem hoch. „Solch perfekte Starts, wie wir Sie hier vor Westerland gesehen haben, sieht man selten“, so Jens Hannemann, Pressesprecher der veranstaltenden Agentur Prosail. „Alle Teams kamen innerhalb einer Minute an den Strand, um den Schlusssprint zur Zieltonnen an Land einzulegen.“

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Durch das Ziel an Land konnten die Urlauber, Strandbesucher und Segel-Fans die Rennen hautnah miterleben. Unter Applaus und Anfeuerungen wurden die Teams von den Zuschauern schon am Strand erwartet. Am ersten Regattatag gab es trotz anfänglichem Schwachwind den perfekten Tag auf dem Wasser. Es war von allem etwas dabei: Schwachwind, leichte Welle, auffrischender Wind, starke Böen und sich eine immer mehr aufbauende Welle und Brandung. Im ersten Rennen setzte sich Italien mit einem Sieg erstmal an die Spitze. Mit zunehmendem Wind nahm auch der Heißhunger der Segler auf weitere Wettfahrten zu. Südafrika, der Geheimfavorit, wollte den neunten Platz im ersten Rennen nicht auf sich sitzen lassen und segelte sich noch am gleichen Tag an die Spitze der Gesamt-Ergebnisliste nach fünf Rennen.

Am zweiten Tag wurde das Skippersmeeting bereits eine Stunde früher angesetzte, da der Wind am Nachmittag einschlafen sollte. Der Start und die erste Runde waren vielversprechend, doch dann setze der Wind aus, was einen Abbruch der Wettfahrt zufolge hatte. Durch einen aufziehenden Sturm am Abend wurden alle Boote abgebaut und hinter den Deich gebracht. So wurde Schäden vermieden und am Folgetag konnten alle Boote wieder aufgebaut werden. Doch die Auswirkungen des Sturmtiefs sorgten dafür, dass zwei Tage keine Wettfahrten zustande kamen. Der Wind wäre segelbar gewesen, aber die Welle machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung.

Am vermeintlich letzten Tag des Hobie World Cat und somit auch der Sylt Sailing Week zeigte sich der Wind nochmal von seiner besten Seite und es konnten weitere sechs Wettfahrten in die Gesamtwertung eingebracht werden. Die Südafrikaner Blaine und Roxanne Kay Dodds konnten sich am Ende gegen Jens Goritz und Katrin Wiese-Dohse aus Deutschland und gegen Antonello Ciabatti und Luisa Mereu aus Italien durchsetzen.

„Es war für uns Veranstalter nicht einfach, den Seglern mitzuteilen, dass wir an drei Tagen nicht auf das Wasser konnten, reisen die Teams doch von so weit an“, so Hannemann. „Aber die Segler haben das fantastisch gemacht und einfach die Zeit genutzt, die schöne Insel Sylt zu erkunden und viel Party zu machen.“

Auch Willy Trautmann, neben Detlef Mohr einer der beiden Hauptorganisatoren, zog eine positive Bilanz der Sylt Sailing Week. „Es fing ja karibisch an. Dass wir dann ausgerechnet in dieser Woche den großen Wetterumschwung bekommen mussten, ist sehr ärgerlich, aber das Wetter können wir ja zum Glück nicht beeinflussen. Unsere Segler, unser gesamtes Team und unsere Partner sind einfach großartig. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“

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